Adidas fährt Produktion in "Speedfactory" hoch

Der Sportartikelhersteller Adidas hat in diesem Sommer die Serienproduktion von Sportschuhen gestartet, die zum Teil aus dem 3D-Drucker kommen sollen.

Adidas fährt Produktion in "Speedfactory" hoch. - Adidas

Speedfactory kombiniert das Design und die Herstellung von Sportartikeln in einem automatisierten, dezentralisierten und flexiblen Fertigungsprozess. Dank dieser Flexibilität können wir zukünftig viel näher an unseren Konsumenten sein und vor Ort in unseren Absatzmärkten produzieren. Wir schaffen damit völlig neue Möglichkeiten, wie, wo und wann wir unsere Produkte fertigen können und sind somit Vorreiter in Sachen Innovation in unserer Branche“, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe.

Standort ist die "Speedfactory" im fränkischen Ansbach, die der Kunststoffverarbeiter Oechsler erbaut hat und betreibt. Dort und in einer zweiten, noch im Aufbau befindlichen Fabrik in der US-Stadt Atlanta sollen mittelfristig pro Jahr jeweils 500.000 Paar weitgehend automatisiert hergestellte Schuhe kreiert werden.

Von den "Speedfactories" verspricht sich das Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach, schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen und flexibler auf Trends und Kundenwünsche zu reagieren. Bisher vergingen etwa 18 Monate zwischen dem Entwurf eines Schuhs und jenem Moment, in dem er erstmals im Laden steht, sagte Firmensprecherin Mandy Nieber. In der "Speedfactory" soll sich die Zeitspanne auf wenige Stunden verkürzen. Auch Konkurrenten wie der US-Sportartikelriese Nike investieren in neue Technologien.

 

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