Adidas profitiert von der Neuausrichtung seiner Design-Philosophie

Adidas Erfolgsformel der letzten Jahre verbirgt sich in einem streng abgeschotteten Raum im Untergeschoss der Firmenzentrale in Herzogenaurach: Das Produktarchiv und ein Historiker-Team als Hüter der DNS des Unternehmens, das zur Neu-Definition der Rolle des Designs führte.

Reuters

"Das war ein Prozess irgendwann in den letzten Jahren, das Archiv nicht nur als Museum, sondern eher als Werkzeugkasten oder als Inspiration zu nutzen", erklärte Torben Schumacher, General Manager Originals & Style bei Adidas, im Gespräch mit dem Business-Lifestyle-Magazin 'Business Punk' den Strategiewechsel. Das Archiv dürfe nicht zu einem Museum werden, aus dem man sich Modelle rauspicke und sauber auf den Markt bringe.

"Wir waren historisch sehr stark mit ikonischen Produkten wie Superstar und Stan Smith, für die wir seit Jahrzehnten bekannt waren", so Schumacher. "Aber wir hatten auch den Anspruch, moderne Lifestyle-Themen zu spielen. Mit dem ZM Flux 2014 haben wir zum ersten Mal ein modernes Modell auf den Markt gebracht, das den Zeitgeist getroffen und viele Menschen begeistert hat. Und das war für uns der Startpunkt, in dieser Richtung weiterzumachen."

Damit der Coolness-Faktor der Marke erhalten bleibt, gibt es heute große Teams in allen wichtigen Städten. "Wir können dadurch auch Konsumenten in den Kulturen dieser Städte anzapfen und herausfinden, was da gerade passiert und was gerade relevant ist – oder was vielleicht relevant werden könnte", so Schumacher weiter.

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