Asos weiter auf Erfolgskurs

Ein Bericht Anfang dieser Woche zeigte, dass US-Käufer gerne von britischen Online-Händlern kaufen, besonders wenn es sich dabei um Mode handelt. Auch Asos schien von diesem Trend zu profitieren, denn die USA erwiesen sich als einer der stärksten Wachstumsmärkte.

Die Kundenzahlen von Asos wachsen weiter.

Aber auch die Kunden aus dem Rest der Welt schätzen das Angebot sehr, denn das jüngste Handelsupdate des Unternehmens zeigt, dass es im Frühjahr und im Frühsommer, also in den vier Monaten bis zum 30. Juni, international auf Hochtouren lief.

Wichtig sei auch, so das Unternehmen, dass die neue Handelsperiode gut begonnen habe, insbesondere im Hinblick auf den Vollpreis-Verkauf, so dass die Hitzewelle im Juli in Asos wichtigsten Märkten keine negativen Auswirkungen bedeutete, im Vergleich zu anderen Einzelhändlern.

In einem eher schwierigen Markt hat die bewährte Asos-Strategie, den Absatz von März bis Juni weiter vorangetrieben. Die Einzelhandelsumsätze stiegen insgesamt um 22 % – währungsbereinigt um 21 %. Dies ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber den Zahlen der letzten 10 Monate zum 30. Juni, als das Wachstum noch bei 25 % lag (23 % bei konstanten Wechselkursen), aber es ist eine "Verlangsamung", die zu gering ist, um sich wirklich Sorgen zu machen.

Ein tiefer Einblick in diese Zahlen zeigt, wie gut Asos als reiner Mode-Online-Händler (und jetzt auch Beauty) aufgestellt ist. Die britischen Einzelhandelsumsätze des Unternehmens stiegen um 23 % auf 288 Millionen Pfund. Interessanterweise ist dies eine Beschleunigung gegenüber dem 10-Monats-Wert, der um 22 % gestiegen ist.

Gleichzeitig stieg der Umsatz in der Europäischen Union um 31 % auf 257,4 Millionen Pfund (291,3 Millionen Euro). Auch wenn sich der Anstieg der Währungsbasis verlangsamte, gab es bei 23% kaum etwas zu befürchten. In den Vereinigten Staaten betrug der Anstieg vielleicht "nur" 15 % oder 108,1 Millionen Pfund – aber bei konstanten Wechselkursen war dieser Anstieg deutlich beeindruckender: +22 %. Im Rest der Welt stieg der Umsatz um 11 % (auch währungsbereinigt) auf 149,2 Millionen Pfund (168,8 Millionen Euro). Damit stieg der Auslandsumsatz währungsbereinigt um insgesamt 21 % – 19 % währungsbereinigt.

Und doch enthielt der Bericht eine Reihe weiterer Zahlen, die die Eifersucht der Konkurrenten wecken könnten – insbesondere die Zahl der aktiven Kunden stieg um 20 %, der durchschnittliche Warenkorbwert um 1 %, die durchschnittliche Bestellhäufigkeit um 8 % und die Konversionsrate um 10 Basispunkte.

Asos verzeichnete eine starke Frühsommer-Saison

Obwohl die Währungen für Gegenwind sorgten, was sich während der Periode offensichtlich als ein negativer Faktor erwies, lässt sich deutlich erkennen, dass die Produkte, die Asos verkauft und auf welche Art und Weise, für Verbraucher auf der ganzen Welt attraktiv sind. Asos verzeichnete in der Saison Frühjahr/Sommer 2018 weiterhin Zuwächse in seinem britischen Heimatmarkt und erklärte, dass das internationale Umsatzwachstum "mit fortschreitendem Infrastruktur- und Projektinvestments" erfolgte, was für weitere Profitabilität und Wachstum in der Zukunft sorgen dürfte.

Und der Gewinn ist ein zentrales Kriterium. Das Unternehmen hat angekündigt, dass die Bruttomarge im Einzelhandel um 130 Basispunkte über den eigenen Prognosen liege.

Das Unternehmen gab allerdings auch bekannt, dass der Umsatz für das Gesamtjahr höchstwahrscheinlich am unteren Ende seiner Prognose von einem Anstieg zwischen 25 % und 30 % liegen werde, was aber, wie bereits erwähnt, kein Anzeichen für ein Unternehmen in Schwierigkeiten ist . Asos erwartet, dass der Gewinn vor Steuern den Erwartungen der Analysten entspricht und die Bruttomarge um rund 100 Basispunkte steigen werde. Auch an der mittelfristigen Umsatzprognose zwischen 20 % und 25 % hat das Unternehmen festgehalten.

CEO Nick Beighton sagte, er sei "zufrieden" mit der Art und Weise, wie das Geschäft in den vergangenen vier Monaten abgeschnitten habe und dass Asos mit seinen Plänen für dieses Jahr auf einem gutem Kurs ist, was unter den Umständen ziemlich untertrieben klingt. Er fügte hinzu: "Wir haben ein gutes Umsatzwachstum erzielt, insbesondere in Großbritannien, und zwar besser als die geplante Bruttomarge und gleichzeitig einen beträchtlichen Fortschritt bei unseren Infrastrukturinvestitionen gemacht." Es gibt also nichts zu meckern.
 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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