Bogner schränkt Verwendung von Pelzen ein

Bogner baut das eigene Nachhaltigkeitskonzept sowie den Dialog mit Tierschutzorganisationen weiter aus und will für die Fire+Ice-Kollekltionen ab der Wintersaison 2018 vollständig auf den Einsatz von Pelzen verzichten. Als Alternative sollen die Kunden Kunstpelz wählen können. Dann werde nur noch bei der Kernlinie Bogner vereinzelt Pelz angeboten, heißt es in einer Pressemitteilung  des Unternehmens. Dies allerdings nach strengen Vorgaben und von nur zwei zertifizierten Händlern.

Proteste im Rahmen der Anti-Pelz-Kampagne 2016 vor der Bogner-Filiale in Hannovers Luisenstraße. - Michael Fleischmann/Die Linke

Der Gesamtanteil von Pelz in den Kollektionen betrug im Jahr 2016 bei Bogner insgesamt 4,4 Prozent und soll so ab der Saison 2018 weiter zurück gefahren werden. CEO und Vorstandsvorsitzender Alexander Wirth verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Thema Nachhaltigkeit im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens besonders intensiv behandelt wurde.

„Entscheidend bei der schnellen Realisierung seien das große kreative Potenzial und die enorme Umsetzungsdynamik, die der neue Vorstand Design & Marketing, Andreas Baumgärtner, im Unternehmen geweckt hat“, betont der Bogner-Chef in diesem Zusammenhang.

Auch Andreas Baumgärtner, Vorstand Design & Marketing, zeigt sich mit der Entscheidung zufrieden: „Eine entsprechende Ethik bezüglich Nachhaltigkeit ist für Bogner immens wichtig und liegt mir sehr am Herzen, da dies auch meine persönliche Haltung ist.“

Wichtigen Input für diese Entscheidung gewann Bogner eigenen Angaben zufolge nicht zuletzt aus dem Dialog Textil-Bekleidung-Verein (DTB), bei welchem das Münchner Unternehmen Mitgründer war und seitdem Mitglied ist. Bei dem Treffen „Textil und Tierschutz“, gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie  im Mai 2017, wurden relevante Themen und Optionen vorgestellt und diskutiert.

Das Deutsche Tierschutzbüro, das in den letzten Jahren vor verschiedenen Bogner-Stores Protestkampagnen durchgeführt hatte, war nach einem gemeinsamen Treffen mit Bogner im Februar der Einladung gefolgt und lieferte ebenfalls wertvolle Informationen und zeigte Möglichkeiten auf.

„Wir freuen uns, dass wir Bogner aktiv bei dieser wichtigen Entscheidung helfen konnten. Es ist ein bedeutender Schritt und ein großer Erfolg für das Unternehmen“, lobt Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros. 

„Ein offener und reger Austausch zwischen den Firmen und Tierschutzvereinen ist wichtig und liefert wertvolle Informationen. Wir sind dem Deutsche Tierschutzbüro dankbar, dass Sie uns bei diesem Prozess unterstützend zur Seite stehen“, ergänzt CEO Wirth.

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