Bonprix stellt neue CR-Strategie zur Nachhaltigkeit vor

Mehr Nachhaltigkeit: Bonprix hat am Dienstag seine neue Strategie im Bereich Corporate Responsibility (CR) vorgestellt. Entlang der gesamten Lieferkette will der Hamburger Modeanbieter seine Nachhaltigkeitsprozesse konsequent ausbauen. Durch Investments in technologische Innovationen, Fokussierung auf transparente Abläufe und kollaborative Ansätze sowie durch den verstärkten Einsatz nachhaltiger Materialien soll die Produktion zukünftig noch nachhaltiger und zukunftsfähiger gestaltet werden.

Rien Jansen und Dr. Michael Otto bei der Vorstellung der neuen CR-Strategie in Hamburg. - bonprix

Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Produktionsprozesse. Gemeinsam mit einem taiwanesischen Textilfabrikanten sowie den Modeimporteuren Jolo Fashion und Taste21 gründet Bonprix aktuell das internationale Joint Venture CleanDye und beteiligt sich am Aufbau einer neuen Fabrik in Vietnam, die 2018 in Betrieb genommen werden soll.

Hierbei komme die weltweit erste wasser- und prozesschemikalienfreie Textilfärbetechnologie namens
DyeCoo zum Einsatz. heißt es seitens des Unternehmens. Im Prozess ersetzt Kohlendioxid (CO2) das Wasser und wird im Anschluss zu 95 Prozent recycelt. Infolgedessen werden pro T-Shirt circa 25 Liter Wasser
eingespart. Im Vergleich zur konventionellen Methode ist diese effizienter und kommt mit
sehr viel weniger Energie aus.

„Es liegt in unserer Verantwortung, Ressourcen zu schonen und Arbeitsbedingungen zu verbessern. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern gehen wir neue Wege und setzen unter anderem auf innovative Technologien, um dauerhaft positive Veränderungsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette herbeizuführen“, betont Rien Jansen, der als Bonprix-Geschäftsführer Einkauf, Marketing und Retail verantwortlich für die CR-Strategie und deren Umsetzung zeichnet. 

Außerdem will Bonprix seine Kooperation mit "Cotton made in Africa" (CmiA) ausbauen. Erklärtes Ziel ist
es, bis 2020 die Menge an nachhaltig erzeugter Baumwolle auf 100 Prozent zu erhöhen. Bereits heute ist Bonprix mit einem Anteil von 70 Prozent – dies entspricht circa 41 Millionen Teilen – größter Partner von CmiA.

Zudem werde auch das Portfolio der Produktionsländer erweitert und verstärkt direkt in Ländern wie Uganda produziert, in denen die Baumwolle angebaut wird. Neben nachhaltiger Baumwolle kommen bei bonprix zukünftig vermehrt weitere nachhaltige Materialien wie Tencel und recyceltes Polyester zum Einsatz.

Weiterhin sollen bis 2020 alle Lieferanten für Eigen- und Lizenzmarken in das Sozialprogramm integriert sein. Zuletzt traf dies schon auf 92 Prozent der Bonprix-Lieferanten zu.

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