Cannes: Philipp Plein empfängt an der Cote d’Azur zur Resort-Kollektion 2018

Frock'n Roll in den Bergen von Cannes – der deutsche Modedesigner Philipp Plein zeigte Mittwochabend seine Resort-Kollektion 2018 für Damen und Herren in seinem mondänen Anwesen weit über der Stadt.



Philipp Plein Resort-Kollektion 2018in Cannes - Archiv

 
„Warum habe ich nur all diese Verrückten in mein Haus gelassen? Aber wir sind nicht ohne Grund in Cannes. Das Wetter ist wunderschön, wir haben das Festival und eine Menge berühmter, schöner und interessanter Leute sind in der Stadt. Ich kann nur sagen, lasst die Spiele beginnen“, begrüßt Plein sein Publikum und marschiert durch seinen Garten.

Auf dem Laufsteg, Paris Hilton in einem verführerischen, kaum vorhandenen Negligé und Overknee Schnürstiefeln – dramatisch inszeniert wie eine Morticia Addams de la Cote d’Azur. An ihrer Seite Freund Chris Zylka in einem weißen Alligator-Blouson mit pinkfarbenen Totenkopf auf dem Rücken.
 
Alec Monopoly verleiht diesem Debut Resort-Kollektion den besonderen Kick. Der New Yorker Graffiti-Künstler sprayte die Kleider der Models während des Catwalks an. Der Laufsteg war danach eingehüllt in einer kräftigen Aerosol-Wolke.

Auch bekannte Bilder wie der „Monopoly Man“ oder die geflügelten Geldscheine des Künstlers, grüßen während der Show von zahlreichen oversized Rapper T-Shirts und Jacken. Der angeblich durch Bernie Madoff, dem in Ungnade gefallenen Börsenmakler, inspirierte Charakter hat fast etwas prophetisches, wenn man die ganzen halbseidenen Milliardäre sieht, die auf dem Filmfestival in Cannes diese Woche unterwegs waren.
 
Zusammengefasst kann man sagen, die Show und Kleider strotzen nur so vor Energie: Florale Ballkleider, Khaki-Parkas besetzt mit Pailletten-Motiven und den klassischen silbernen Strass-Totenköpfen des Designers, Funky Elephant Flare Denim Jeans, die Jungs in tief sitzenden, schwarzen Jeans oder Jogginghosen mit Dollarzeichen zu High-Top Sneakern.



Philipp Plein Resort-Kollektion 2018 in Cannes - Archiv

Dabei erinnern einige Designelemente Pleins, wie seine Floralmuster, an die Kollektionen von Dolce & Gabbana, seine bestickten Jeans an Dsquared – Alessandro Michele von Gucci hat auch schon mal mit einem anderen New Yorker Graffiti-Künstler zusammengearbeitet und mit ‚Gucci Ghost’ etwas ähnliches veranstaltet.
 
Trotzdem, die Energie des Designers ist nicht zu übersehen und betrachtet man seine Kollektion als Gesamtkunstwerk hat er einen unverkennbaren Signature-Style – für den der es mag.

 
 

Übersetzt von Melanie Muller

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