Coach übernimmt Kate Spade

Noch letzte Woche gab es viele Gerüchte über Lederwarenspezialist Coach, der seit Monaten auf der Suche nach einer Akquisition gewesen sein sollen, um sich auf dem Luxus-Accessoires-Markt neu zu positionieren. Im Gespräch waren Jimmy Choo, Michael Kors und Kate Spade. Mit letzterem Unternehmen hat Coach jetzt einen Vertrag unterzeichnet. Coach bietet für den kleineren Rivalen 18,50 Dollar je Aktie oder insgesamt 2,4 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro).

Coach kauft Kate Spade. - archiv
 
Seitdem sich das US-amerikanisches Modeunternehmen Kate Spade Ende Dezember selbst zum Verkauf angeboten hat, waren die Aktien 17 Prozent gestiegen – danach meldeten sie im Februar, dass sie erste Angebote hätten und die strategischen Optionen für einen Verkauf prüfen würden. Jetzt soll mit Coach das perfekte Unternehmen gefunden worden sein.
 
Nach einer gründlichen Überprüfung sei eine Vereinbarung getroffen worden, um Coachs Marken-Portfolio beizutreten, sagte Craig A. Leavitt, CEO von Kate Spade & Company.
Damit soll der Weg von Kate Spade zu einer langfristig erfolgreichen und leistungsstarken Lifestylemarke geebnet sein, so Leavitt weiter.
 
"Die Übernahme von Kate Spade ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Coach als kundenorientiertes Multimarkenunternehmen. Die Zusammenarbeit stärkt unsere Position in dem internationalen Premium-Handtaschen- und Accessoires-, Schuh- und Oberbekleidungssegment“, sagt Victor Luis, CEO von Coach. "Kate Spade hat eine wirklich einzigartige Markenpositionierung mit einem breiten Lifestyle-Sortiment und ist sehr beliebt bei den Verbrauchern, vor allem bei Millennials“. Im Gegenzug könne Kate Spade von der „starken Infrastruktur“ des Konzerns profitieren, so Luis weiter.
  
Um sich in dem Luxus-Segment stärker zu positionieren, hatte Coach 2015 bereits das Schuhlabel Stuart Weitzman gekauft, seither war immer wieder über weitere Akquisitionen spekuliert worden – jüngst auch über den Kauf von Jimmy Choo.
  
Mögliche Synergieeffekte der Übernahme sollen sich im Laufe der kommenden drei Jahre auf 50 Millionen US-Dollar belaufen, so der Coach-Finanzchef Kevin Wills. Parallel sollen bei Kate Spade ähnlich Schritte zur Geschäftsoptimierung, wie bei Coach in den letzten drei Jahren, übernommen werden. Die Rede ist von Preisanpassungen und die verbesserte Bestandsführung bei Handelspartnern, um die Marke wieder attraktiver und gehobener zu positionieren, so Kevin Wills weiter.
 
Das milliardenschwere Übernahmeangebot von Coach beflügelt Kate Spade. Die Aktien des Handtaschenherstellers stiegen am Montag im vorbörslichen US-Geschäft um 8,1 Prozent auf 18,33 Dollar.

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