DLM zeigt Ausstellung zur Weltgeschichte des Leders

Nach der ersten großen Ausstellung "Linking Leather" Anfang März zum Jubiläumsjahr 2017 zeigt das Deutsche Ledermuseum (DLM) Offenbach seit dem vergangenen Wochenende "Leder.Welt.Geschichte". 130 Exponate unterschiedlicher Epochen werden in der Frankfurter Straße auf 600 Quadratmetern gezeigt. Durch die Konzeption verschiedener Themengruppen zu Alltag, Politik, Liebe, Macht, Ökonomie und Kultur sollen zwischen den Objekten aus den drei Sammlungsbereichen – der Angewandten Kunst, Ethnologie und dem Deutschen Schuhmuseum – Dialoge und Verknüpfungen entstehen. Darüber hinaus gibt die Ausstellung auch Einblicke in die Museums- und Sammlungsgeschichte des DLM.

Zwei der 130 Exponate der Ausstellung. - DLM

So trifft das älteste Objekt der Sammlung, ein ägyptisches Gefäß aus Rohhaut, auf das neueste, einen Turnschuh aus recycelten Meeresabfällen. Die Hutschachtel von Johann Wolfgang von Goethe begegnet im DLM erstmals den Hausschuhen von Ulrike von Levetzow, Goethes letzter (unerfüllter) Liebe. 

Zur Ausstellung ist im Kerber Verlag ein 276 Seiten umfassender ein Katalog erschienen. Außerdem ist während der Ausstellung im Foyer von William Mertin Martin die künstlerische Arbeit "Goldie" zu sehen - eine überdimensionale  
Reproduktion der "Birkin Bag" von Hermès. 

Das DLM wurde 1917 von dem Architekten Hugo Eberhardt in der für viele Jahrzehnte florierenden Lederstadt Offenbach gegründet.  Eberhardt, der auch die Technischen Lehranstalten (später Hochschule für Gestaltung) leitete, wollte eine Vorbildsammlung für Gestalter, Handwerker und Lederwarenspezialisten aufbauen. Heute umfasst die Sammlung des DLM rund 30.000 Objekte. Die Ausstellung läuft bis zum 25. Februar 2018. 


 

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