DSGVO-Bilanz: Deutsche Unternehmen hinken hinterher

Die strengen Anforderungen hinsichtlich des neuen Datenschutzgesetzes DSGVO erhöhen den Handlungsbedarf zahlreicher deutscher Unternehmen. Es drohen Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Vorjahresumsatzes. Eine Studie des Datenmanagementspezialisten NetApp hat ergeben, wie sehr deutsche Unternehmen hinsichtlich DSGVO hinterherhinken.

Europäische Kommission

Für die Studie wurden 1.106 IT-Entscheider aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA befragt. Nach Angaben der Teilnehmer ist Deutschland am schlechtesten aufgestellt. Wenige Tage vor Inkrafttreten der neuen Bestimmungen waren lediglich 57 % in der Lage, die Verschlüsselung von persönlichen Daten zu gewährleisten. Zum Vergleich: In Großbritannien waren es 69 %, in den USA 64 % und in Frankreich 63 %. Nur 35 % der deutschen Unternehmen können Datenpannen innerhalb von 72 Stunden erkennen und den Behörden melden.

Die schlechten Ergebnisse liegen in der unzureichenden Vorbereitung vieler Unternehmen begründet, so die Studie. Es hätten lediglich 40 % vor Einführung der DSGVO einen Datenschutzexperten beauftragt und seine Empfehlungen umgesetzt. In Frankreich und den USA waren es immerhin 48 % bzw. 63 %. Lediglich 16 % der deutschen Teilnehmer hätten in geschultes Personal investiert und 2 % gaben zu, überhaupt keine Vorbereitungen getroffen zu haben.

Deutsche Unternehmen haben also noch einen großen Handlungsbedarf, um die neuen Datenschutzverordnungen zu erfüllen. Da Abmahnungen und Strafen drohen, sollte auf diesem Gebiet schnell etwas unternommen werden.

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