Der LVMH-Innovationspreis geht an das französisch-britische Unternehmen Oyst

Anlässlich der Ausstellung Viva Tchnology bei Porte de Versailles vom 24. bis 26. Mai verlieh der Luxuskonzern LVMH seinen zwölften "LVMH Innovation Award" an das französisch-britische Unternehmen Oyst. Dieses entwickelte eine One-Click-Einkaufslösung, direkt von der Produktseite eines Verkaufsportals aus, ohne zusätzliche Daten eingeben zu müssen.

Bernard Arnault unter den Vertretern der Start-up-Finalisten des LVMH Innovation Awards, 25. Mai 2018 auf der Viva Tech - FashionNetwork.com/MG

Gegründet von dem Franzosen Julien Fouchard, hat Oyst seinen Sitz in London, stützt sich aber auf eine F&E-Abteilung in Paris. Die Firma zielt darauf ab, den Online-Einkauf absolut nahtlos zu gestalten, indem sie den Verbrauchern über ihre Dienste ermöglicht, mit einem einzigen Klick auf das Produkt einzukaufen, ohne ein Passwort, eine Lieferadresse oder eine Bankverbindung einzugeben.

Die Jury der zwölften Ausgabe des LVMH-Innovationspreises zeichnete darüber hinaus zwei weitere Start-ups aus. Zum einen Kronos Care, ein in Paris ansässiges Unternehmen, das eine Multi-Channel-Lösung für Marken und Distributoren entworfen hat. Und zum anderen Vechain, ein Start-up-Unternehmen aus Singapur, das ein Blockchain-Ökosystem für den Informationsaustausch entwickelt hat, um ein Produkt zu authentifizieren und Fälschungen zu identifizieren.

"Technologie ist wichtig für unser Geschäft, sie bringt Agilität von unseren Handwerkern bis hin zu unseren Händlern", erklärt Bernard Arnault, CEO der LVMH-Gruppe. Technologie kommt Qualität, Kreativität und allen Luxusprodukten zugute. Frankreich wird, und darüber freue ich mich, zu einem Land der Unternehmer und Technologien. In den nächsten zehn Jahren werden in Frankreich und Europa Unternehmen entstehen, die zu globalen Giganten werden. Und genau hierbei will der Innovationspreis helfen."

"Diese Start-ups wachsen mit uns, und wir wachsen mit ihnen", fügte er hinzu.

Etwa dreißig französische, amerikanische, kanadische, chinesische, koreanische oder israelische Finalisten wurden aus 800 bei LVMH eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Eine Auswahl in 17 Kategorien, die vom Einzelhandel bis zum Online-Verkauf reicht, darunter soziale Netzwerke, künstliche Intelligenz, Blockchain, nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung von Fälschungen.

Weitere Finalisten waren Akoustic Arts, Alcméon, Algiknit, Aryballe, Arylla, Aveine, Bobbli, Cityshake, Echy, Foko Retail, FTSY, Haptic Media, Hero, Icare Technologies, Kuaizi und Malong. Aber auch Mercaux, Mystore, Orbis, Paperscent, SGNL, Southpigalle, SpartedSpoon, Upterior, VisioPM und Wearable Media.

Die Jury bestand aus Alexandre Arnault, CEO von Rimowa und Sohn von Bernard Arnault, José Neves, Gründer und CEO von Farfetch, Ginni Rometty, CEO von IBM, und Jimmy Iovine, Mitbegründer von Beats Electronics.

Die Preisverleihung findet nur wenige Wochen nach der Gründung des Start-up-Inkubators der LVMH-Gruppe im Gründerzentrum Station F statt. Das Programm "Maison des Startups" biete 89 Arbeitsplätze für zwei Gelegenheiten von je sechs Monaten, mit dem Ziel, im Laufe des Jahres 50 internationale Start-ups zu beherbergen, erklärte die Gruppe.

Übersetzt von Felicia Enderes

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