Deutsches Ledermuseum Offenbach verlängert Ausstellung zur Weltgeschichte des Leders

Mit "Leder.Welt.Geschichte" hatte das Deutsche Ledermuseum in Offenbach (DLM) anlässlich seines 100-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr die zweite Ausstellung zum Jubiläum 2017 eröffnet. Nun wurde die Ausstellung bis Dezember diesen Jahres verlängert. 

Eines der Exponate: Ein Gucci-Blouson aus der Ära von Tom Ford. - Deutsches Ledermuseum

Im Fokus der Ausstellung steht die große Bandbreite und Vielfalt des Materials Leder in seiner facettenreichen Anwendung. Die Ausstellungsmacher möchten vor allem zu einer Entdeckungsreise rund um die besondere Qualität der Sammlung des DLM einladen. 

Dazu stehen die herausragenden Exponate der Sammlung im Mittelpunkt. Der eingeschlagene begonnene Weg, der ein Querdenken über alle drei Sammlungsbereiche – die Angewandte Kunst, die Ethnologie und das Deutsche Schuhmuseum – gleich welcher Ethnie oder Zeit vorsieht, werde zudem fortgesetzt, heißt es seitens Museumsdirektorin und Historikerin Dr. Inez Florschütz. 

Anhand von vier übergeordneten Themengruppen ("Die Lederstadt Offenbach am Main", "Mit Leder leben", "Leder macht Geschichte" und "Leder öffnet Welten") wird mit über 130 Objekten ein exemplarischer Querschnitt präsentiert. Die Werke stammen sowohl aus der ständigen Präsentation wie auch aus den verschiedenen Magazinen des Museums. Die Auswahl erfolgte im Hinblick auf die historische oder künstlerische Bedeutung, aber auch unter dem Gesichtspunkt, mit diesen Objekten Geschichten aus verschiedenen Zeiten und Ländern zu erzählen, heißt es aus Offenbach.

Die Exponate wurden für die Ausstellung im Restaurierungsatelier des Museums konservatorisch sorgfältig aufbereitet und für die Publikation fotografiert. Auf insgesamt 600 Quadratmeter stellt das Deutsche Ledermuseum eine neue Ausstellungsarchitektur mit einer eigens dafür entwickelten Präsentationsform vor.

Exponate der Ausstellung: Hutschachtel von Johann Wolfgang von Goethe, Hausschuhe von Ulrike von Levetzow - Deutsches Ledermuseum

Zur Ausstellung ist im Kerber Verlag zum Kaufpreis von 34 Euro ein Katalog mit 276 Seiten, rund 100 farbigen Abbildungen und zahlreichen Archivfotografien erschienen, herausgegeben von Inez Florschütz, mit Texten von Vanessa Didion, Inez Florschütz, Andreas Hansert, Kirsten Pick und Maria Anna Tappeiner.

Das DLM wurde 1917 gegründet, als der Architekt Hugo Eberhardt, damaliger Leiter der Technischen Lehranstalten (später Werkkunstschule, heutige HfG Offenbach), in der florierenden Lederstadt Offenbach das Museum als Vorbildsammlung für die Ausbildung junger Gestalter, Handwerker und Lederwarenproduzenten den entsprechenden Grundstein legte. 

Bis heute konnten mehr als 30.000 Objekte aus allen Kulturen und Epochen zusammengetragen werden. Damit gilt das Deutsche Ledermuseum die weltweit einzige Einrichtung, die ausschließlich alles rund um das Material Leder und artverwandte Materialien sammelt und präsentiert.

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