Die Januar-Umsätze von H&M steigen um 8 Prozent - weniger als erwartet

Der Modehändler H&M berichtete am Mittwoch über einen Umsatzanstieg im Januar um 8 Prozent in lokalen Währungen. Das war weniger als ursprünglich durch das Unternehmen vorhergesagt. Hinter dem spanischen Inditex (Zara) ist H&M der weltweit zweitgrößte Modehändler und peilt eigentlich ein Umsatzwachstum in lokaler Währung von 10 bis 15 Prozent an.
 
   H&M
In einer frühen Voraussage für den Januar, den zweiten Monat in H&Ms drittem Geschäftsquartal, war noch von 11 Prozent die Rede gewesen, einschließlich eines kalenderbedingten Negativ-Effekts von 2 Prozent.

“Es ist ein wenig überraschend, dass das Umsatzwachstum im Januar nun unter diesem Level liegt“, sagte Anne Critchlow, Analystin der Societe Generale und ergänzte, dass es bisher keine ähnlichen Abweichungen zwischen vorläufigem und endgültigem Wert bei H&M gab. Der vergleichbare Wert für das Umsatzwachstum des Vorjahres lag im Dezember bei 6, im Januar 2016 bei 7 Prozent.

Im vergangenen Jahr erlebte H&M ein langsameres Umsatzwachstum samt einem Ergebnisrückgang. Darauf reagiert das Unternehmen mit einem Angebot zusätzlicher Marken, um so mehr Kunden zu gewinnen. Es investiert stark in die Lieferkette und verbessert das Online-Angebot, um so auf den intensiveren Wettbewerb im H&M-Segment und gegen reine Online-Anbieter zu reagieren.

Zur Börseneröffnung in Stockholm verloren die H&M Aktien 0,3 Prozent – in den vergangenen zwölf Monaten verzeichneten sie einen Rückgang um 11 Prozent.

Nach eigenen Angaben betrieb H&M Ende Januar 4.380 Stores; das sind 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als Reaktion auf den wachsenden E-Commerce hatte das Unternehmen erst kürzlich sein traditionelles Ziel eines Laden-Wachstums um 10 bis 15 Prozent aufgegeben und durch ein Umsatzziel von 10 bis 15 Prozent Wachstum pro Jahr ersetzt.



 

© Thomson Reuters 2017 All rights reserved.

ModeVertrieb