Dolce & Gabbana: Eine Spielkarten-Kollektion für Millennials

Früher war alles, was man als Laufsteg-Model brauchte, ein tolles Aussehen und einen anständigen Gang. Jetzt, wenn man für Dolce & Gabbana laufen möchte, ist es viel wichtiger, ein berühmtes Elternteil und mehrere Millionen Instagram-Follower zu haben.



Dolce & Gabbana

Willkommen in der Ära des Influencer-Chic, bei dem der ideale Model CV ein Papa ist, der einen Oscar oder zumindest einen Grammy gewonnen hat. Genau wie Tuki Brando, Sohn des Doppel-Oscar-Siegers oder Rafferty Law, Sohn von Jude Law oder der besser noch, Tyler Clinton, Neffe des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton.
 
Pierce Brosnan, Pamela Anderson, Snoop Dog, David Bailey, Puff Daddy, Shaquille O'Neal, Alain Delon und Cindy Crawford hatten alle ihren Nachwuchs oder Enkel in dieser Show platziert – das Modehaus ist definitiv kein Arbeitgeber, der sich an die Chancengleichheit hält.
 
Egal wer aus der prominenten Posse erschien, über ihn wurde ein Foto mit Namensschilder über den Laufsteg projiziert, nur um doppelt sicher zu sein, dass klar war, wer da gerade läuft.
 
Darüber konnte man beinahe die Kleider vergessen – fast. Obwohl, wie sich herausstellte, war dies eine tolle und schneidige Signatur-Kollektion, mit vielen leicht identifizierbaren ikonischen Dolce & Gabbana-Looks – von den fast chirurgisch penibel geschnittenen, glänzenden Seidenanzügen in bitter Orange- oder Pflaumentönen oder Seiden-Pyjamas mit glänzenden Spielkarten-Prints bis hin zu Regenmänteln und Seiden-Boxer-Shorts, die mit der Königs-Karte bedruckt waren. Einige Modelle trugen Kronen, andere schwarze-weiße One-Eyed Jacks (Pik-Buben).



Dolce & Gabbana

 
Jeder in Italien ist besessen von Schrift auf Sneakern – natürlich auch  Domenico und Stefano, die mit Stiften Liebesbriefe mit roten Herzchen darauf kritzelten. Dazu eine Kollektion an Tragetaschen, die einen riesigen #DG als Griff hatten.

Am Ende war es ein sehr anstrengendes Wochenende für das Duo. In 24 Stunden inszenierte Dolce & Gabbana zwei Shows und zwei Partys, die erste für überreichen Privatkunden, die zweite für ihre zukünftigen Kunden – die Millennials.

 
 

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