Ernst Gamperl gewinnt den „Loewe Craft Prize“

Der "Loewe Craft Prize" ist eine Idee des nordirischen Designers Jonathan Anderson, seit 2013 Kreativdirektor bei Loewe. Ziel des Preises ist die Verbindung der verschiedenen Welten von Design, Architektur, Journalismus und Kuration. Dabei konnte sich Ernst Gasperl gegen 25 Mit-Finalisten durchsetzen.



Ernst Gamperl gewinnt den „Loewe Craft Prize“ - Loewe Craft Prize debut winner Ernest Gamperl

„Die Arbeit von Ernst Gamperl hat eine einzigartige Stimme und die Gegenständlichkeit seiner Werke wird noch viele Jahre relevant sein“, so Anderson.
 
Neben Anderson bestand die Jury aus: Gijs Bakker, Schmuckkünstler und Mitgründer von Droog Design; Rolf Fehlbaum, ehemaliger CEO bei Vitra; Naoto Fukasawa, Direktor des Japan Folk Crafts Museum; Enrique Loewe, Loewe Foundation, Ehrenpräsident; Deyan Sudjic, Direktor des London Design Museums; Benedetta Tagliabue, Architekt und Pritzker Prize Jury Mitglied und Stefano Tonchi, Chefredakteur W Magazine.
 
Gamperl bekam seinen mit 50.000 Euro dotierten Preis von Schauspielerin Charlotte Rampling in Madrid überreicht. Alle Finalisten werden in einer Ausstellung gezeigt, die am 11. April 2017 in Madrid eröffnet und dann nach New York, Tokyo und London tourt.
 
Als gelernter Kunsttischler ist Gamperl, der Studios in Deutschland und Italien hat, ein Meister im Drechseln. Er reichte für den Wettbewerb riesige Behältnisse ein, die aus dem Holz einer 300 Jahre alten, durch einen Sturm entwurzelten, Eiche, gefertigt wurden. Gamperl behandelt das Holz mit seinem eigenen Mix aus Lehm, Erde und pulverisiertem Stein und erreicht durch die Verbindung mit der natürlichen Tanninsäure des Holzes eine eindrucksvolle, organische Oberfläche.
 
„Als Unternehmen geht es uns um das Handwerk, im besten Sinne des Wortes. Darin liegt unserer Modernität“, so Anderson, der die Inspiration für den Preis durch Loewes Anfänge als eine Handwerker-Kooperative im Jahr 1846 bekommen hat.
 
Spezielle Erwähnung erfuhren der japanische Glaskünstler Yoshiaki Kojiro, für seine Glas-Kupferoxid-Verbindungen, und Artesanías Panikua, ein mexikanischer Weber. Er kreiert aus geflochtenen Weizenfasern Sonnengötter, die durch die Mythologie seines indigenen Purépecha Volkes inspiriert sind.
 
Jeder Kunsthandwerker ab 18 Jahren war zum Wettbewerb eingeladen. Voraussetzung war, dass den Werken ein interessantes, künstlerisches Konzept zu Grunde liegt. Über 4.000 Bewerbungen von Kunsthandwerkern aus über 75 Ländern im Alter zwischen 20 und 80 Jahren sind eingegangen.

Übersetzt von Melanie Muller

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