Erste Interessenten für Jimmy Choo reihen sich ein

Es gab nicht viele Neuigkeiten, seitdem sich Jimmy Choo Ende April zum Verkauf angeboten hat. Jetzt sind zumindest einige Namen von Interessenten bekannt.


Jimmy Choo

Einer der bekanntesten Bieter ist Michael Kors. Das Premium-Label, das kürzlich noch den Bieterwettstreit gegen Coach um Kate Spade verlor, soll bereit sein die 800 Millionen Pfund für die Schuhmarke zu bezahlen.
 
Ebenfalls interessiert ist die Private Equity Gruppe CVC, ehemals der Besitzer von Debenhams sowie Hony Capital, ein chinesischer Private Equity Gigant und unter anderem Besitzer von Pizza Hut. Sky News berichtet zudem, dass es noch einen weiteren Bieter geben soll – ohne jedoch Namen nennen zu können.
 
Jimmy Choo wurde letzten Monat überraschend zum Verkauf angeboten, nachdem sein Hauptanteilseigner, JAB Holding, beschlossen hatte sich auf sein Kaffee-Business zu konzentrieren. Die JAB Holding Company ist eine Finanzholding der deutschen Unternehmerfamilie Reimann aus Mannheim, zu der die Mehrheit am Parfümhaus Coty und dem Kaffeehersteller Jacobs Douwe Egberts, sowie die britische Luxusmarke Belstaff und das Schweizer Luxus-Label Bally gehören, die ebenfalls zum Verkauf stehen sollen.
 
Trotz der Unsicherheit über einen neuen Besitzer, hält Jimmy Choo an seiner Expansionsstrategie fest und hat seit Jahresbeginn bereits sechs neue Filialen eröffnet und acht renoviert. Bei der letzten Hauptversammlung im Juni erklärte man von Seiten Jimmy Choos, dass alle Kategorien „stark gewachsen“ seien, angeführt vom Herren-Segment. Das Unternehmen ist relativ spät in das Herrenschuh-Geschäft eingestiegen, seit dem Start verkaufen sich die Herrenmodelle aber sehr gut. Auch ihre Duft-Lizenzen sollen „ausgesprochen guten Umsatz machen“. Also der perfekte Zeitpunkt, um zu verkaufen.
 
Das Label wurde von dem gleichnamigen Schuhmacher gegründet, der 1996 Verstärkung von der ehemalige Vogue-Redakteurin Tamara Mellon bekam. Sie kreierte die Marke wie wir sie heute kennen. Sie hörte 2011 auf und ist seitdem eher schlechter auf Private-Equity-Firmen zu sprechen.
 
Mellon verklagte das Unternehmen im vergangenen Jahr, nachdem sie angeblich wettbewerbsschädigende Geschäftspraktiken aufgedeckt hatte, unter denen ihre eigene Tamara Mellon-Marke, die sie nach Jimmy Choo gegründet hatte, gelitten hätte.
 

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