Erste Victoria's Secret Show löst in China viel Wirbel aus

Kontroversen überschatten die erste große Modenschau von Victoria's Secret in China. Schon vor der Fernsehaufzeichnung der legendären Dessous-Show am Montag in Shanghai gab es unbestätigte Berichte über die Verweigerung von Visa und politische Komplikationen. Zur Enttäuschung vieler Fans musste Model-Superstar Gigi Hadid zuhause bleiben, obwohl sie fest gesetzt war. Auch konnte der US-Superstar Katy Perry nicht kommen.

Models Alecia Morais (li.), Maggie Lane (mi.) and Xiao Wen im Backstage-Bereich vor der 2017 Victoria's Secret Fashion Show in Shanghai, China, 20. November 2017.
Hintergrund ist laut Webseite "Page Six" die chinesische Verärgerung über einen Auftritt der Sängerin 2015 in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking nur als abtrünnige Provinz betrachtet. Damals trug Perry in Taipeh ein Kleid mit Sonnenblumen. Es war ein Jahr nach der "Sonnenblumenbewegung", mit der Studenten der demokratisch regierten Insel gegen die Annäherung an die Volksrepublik protestiert hatten.

Topmodel Hadid bestätigte auf Twitter: "Ich bin so geknickt, dass ich nicht in der Lage bin, dieses Jahr nach China zu kommen." Sie könne nicht abwarten, die Show am 28. November im Fernsehen zu sehen. Die 22-Jährige hatte Verärgerung in China ausgelöst, als sie in einem Video Schlitzaugen imitiert hatte. Hadid hat sich entschuldigt.

Der Produzent der Show, Ed Razek, wollte nicht näher auf die Berichte eingehen. Sie seien "kein genauer Spiegel dessen, was ich vor Ort sehe und erlebe", zitierte ihn das "People Magazine".

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