Esge und Ernst Schöller melden Insolvenz an

Die Albstädter Esge Textilwerk Maag Gmbh & Co. KG und Ernst Schöller Wäschefabriken GmbH haben beim zuständigen Gericht in Hechingen einen Insolvenzantrag gestellt. 

Esge Maag

Vom Antrag betroffen ist nicht nur das Traditionsunternehmen Esge Maag, sondern alle Marken – einschließlich der 1998 erworbenen Ernst Schöller Wäschefabriken GmbH. Die Mitarbeiter, 51 bei Esge Maag und 22 bei Ernst Schöller, wurden bereits informiert und erhalten für die Monate Juli, August und September Insolvenzgeld. Vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jürgen Sulz aus Reutlingen, gab das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt.

Der Geschäftsbetrieb der beiden Firmen wird demnach „uneingeschränkt fortgeführt“. Bestehende und neue Aufträge würden ausgeliefert. Man gehe von einer „übertragenden Sanierung im Rahmen der Insolvenzabwicklung und damit von einem Fortbestand der beiden Betriebe“ aus. Grund hierfür sei die hohe Akzeptanz bei den Kunden.

Begründet wird der Antrag auf Insolvenz durch „die sehr hohen Aufwendungen im Rahmen der Einführung eines neuen Warenwirtschaftsprogrammes und den Aufbau eines erheblichen Warenlagers“. 

Die ausländischen Schwesterngesellschaften seien von den Insolvenzanträgen nicht betroffen. Über die beiden Insolvenzanträge wird beim Hechinger Gericht spätestens bis zum 1. Oktober entschieden.

Bei dem schwäbischen Wäschehersteller Esge wurde 1881 von Christian Ludwig Maag als Trikotwarenunternehmen gegründet und wird bis heute in dritter Generationen von der Familie geführt. Laut eigener Angaben, werden bis zu 50.000 Wäscheteile pro Tag hergestellt.
 

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