Eurozone: Einzelhandelsumsätze stagnieren, Herstellerpreise steigen

Die Einzelhandelsumsätze stagnierten im Mai nach einem leichten Rückgang im Vormonat, gab Eurostat am Dienstag bekannt – ein Zeichen für eine Verlangsamung des Konsums in den 19 Ländern, die sich die einheitliche Währung teilen. Die von Reuters befragten Ökonomen erwarteten einen Anstieg von 0,1 %.

Die europäischen Verbraucher geben weniger Geld für Bekleidung aus - Reuters

Die Erzeugerpreise stiegen im Mai um 0,8 % und lagen damit deutlich über der Marktprognose von 0,4 %, was den steigenden Inflationsdruck in der Union bestätigt.

Der volatile und oft revidierte Indikator der Einzelhandelsumsätze zeigt, dass die Verbraucher in der Eurozone im Mai genauso viel ausgegeben haben wie im April, als das Umsatzvolumen gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einzelhandelsumsätze um 1,4 %, lagen aber unter der Marktprognose von 1,5 % und den 1,6 % des Vormonats (revidierte Zahl).

Auf Monatsbasis gaben die Verbraucher mehr für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus, wohingegen sie weniger in Schuhe und Bekleidung investierten, was in einem Umsatzrückgang von 3,1 % resultierte. Die Online-Einkäufe gingen um 1,7 % zurück. Der Kauf von Kraftstoff blieb gegenüber dem Vormonat unverändert.

Diese Verlangsamung des Einkaufsvolumens könnte zum Teil mit dem Preisanstieg zusammenhängen, wobei die Inflation im Mai in der Eurozone 1,9 % gegenüber 1,3 % im Vormonat erreichte. Eine Vorausschätzung von Eurostat zeigt, dass die Inflation im Juni weiter auf 2,0 % gestiegen ist.

Eine ähnliche Entwicklung war bei den Erzeugerpreisen zu beobachten, die im Mai um 0,8 % stiegen, nachdem sie zwei Monate in Folge stabil geblieben waren. Im Jahresverlauf stiegen die Preise um 3,0 % gegenüber den erwarteten 2,7 %.

Übersetzt von Felicia Enderes

© Thomson Reuters 2018 All rights reserved.

Mode - Prêt-à-PorterMode - SchuheMode - VerschiedenesLifestyle - VerschiedenesBusiness