FIFA-Sponsor Adidas erwartet weitere Reformprozesse beim Weltverband

FIFA-Sponsor Adidas erhofft auch nach der umstrittenen Absetzung der beiden Chef-Ethiker Hans-Joachim Eckert und Cornel Borbely weitere Reformprozesse beim Fußball-Weltverband.

FIFA-Sponsor Adidas erwartet weitere Reformprozesse beim Weltverband. - dapd

"Unser Standpunkt ist ganz klar: Wir erwarten, dass alle unsere Partner Regeln und Vorschriften beachten und höchste Standards hinsichtlich ethisches Verhalten und Compliance einhalten – so wie auch wir als Unternehmen es tun", teilte der Sportartikelhersteller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit.

Es sei für Adidas unabdingbar, dass die FIFA ihren Reformprozess fortsetze. Das Unternehmen werde Fortschritte darin mit der FIFA thematisieren. "Die negative Reputation der FIFA ist weder gut für den Fußball, noch für die FIFA oder für ihre Partner", hieß es. Adidas ist als Partner in der höchsten Sponsoring-Kategorie beim Weltverband.

Angesichts der Umbesetzung der Ethikkommission kritisierte der Antikorruptionsexperte und frühere Governance-Beauftragte der FIFA Mark Pieth den Weltverbandspräsidenten Gianni Infantino. "Ich sehe hier eine autokratische Machtergreifung von Infantino. Er wird nichts zu befürchten haben, weil er von Leuten ohne Rückgrat umgeben ist", sagte Pieth der "FAZ".

Für den Posten der Chefermittlerin schlug das FIFA-Council die Kolumbianerin María Claudia Rojas vor, die rechtsprechende Kammer soll der frühere Präsident des Europäischen Gerichtshofs, Vassilios Skouris aus Griechenland, leiten.

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