Fielmann-Erbe offen für Zukäufe

"Sollten wir irgendwann eine größere Übernahme stemmen wollen, wären wir dazu auch in der Lage," sagte Firmenerbe Marc Fielmann gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 05/2017) "Wir schließen das für die Zukunft nicht aus," ergänzte Fielmann.

Marc Fielmann (l.) mit seinem Vater und Firmengründer Günther Fielmann. - archiv
 
Marc Fielmann ist seit Beginn vergangenen Jahres Marketingvorstand des börsennotierten Unternehmens aus Hamburg. Sein Vater, Firmengründer Günther Fielmann, hatte vor kurzem seinen Vertrag als Vorstandschef bis Mitte 2020 verlängert, dann soll Marc Fielmann übernehmen. Seit der Firmengründung ist Fielmann fast ausschließlich organisch gewachsen.

Derzeit betreiben sie 706 Niederlassungen, das sind etwa fünf Prozent der Optikfachgeschäfte in Deutschland. Damit erzielte Fielmann 2015 einen Absatzmarktanteil von 52 Prozent und einen Umsatzmarktanteil von 21 Prozent und gilt in der Branche als europäischer Marktführer.
 
Marc Fielmann will vor allem jetzt die Digitalisierung des Unternehmens vorantreiben, wie er 'Capital' sagte. "Mein Alter und meine persönlichen Kontakte sind sicherlich ein Vorteil für die Digitalisierung bei Fielmann," so Marc Fielmann. In der Nachfolge seines Vaters wolle er Fielmann als Familienunternehmen erhalten. "Es ist auch mein Anspruch, ein erfolgreiches Unternehmen der nächsten Generation zu übergeben."

2016 verkaufte Fielmann 8 Millionen Brillen und damit 2,3 Prozent mehr als 2015. Der Umsatz stieg dadurch um 2,9 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Die Erwartungen der Analysten konnte Fielmann übertreffen. Im laufenden Jahr will das Unternehmen seinen Marktanteil weiter ausbauen und die Expansion im In- und Ausland vorantreiben.

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