Frauen bei Start-up-Gründungen unterrepräsentiert

Start-ups in Europa werden laut einer Studie vor allem von Männern ins Leben gerufen. Der Anteil der weiblichen Gründerinnen liegt noch immer bei 14,8 Prozent (2015: 14,7 Prozent), hieß es bei der Vorstellung des zweiten Europäischen Startup-Monitors (ESM) am Dienstag in Berlin.


Frauen sind zwar als Gründerinnen unterrepräsentiert, aber es werden prozentual immer mehr. - ESM 2016

In Deutschland sind es demnach sogar nur 13,8 Prozent – allerdings mit steigender Tendenz.  Spitzenreiter ist Großbritannien mit einem Gründerinnen-Anteil von 33,3 Prozent. Für die vom European Startup Network in Auftrag gegebene Studie wurden 2515 Start-ups mit über 23 774 Mitarbeitern aus 18 Ländern ausgewertet. Die Daten wurden im August und September 2016 gesammelt.

Im Schnitt sind die Gründer in Europa 29,9 Jahre alt. 79 Prozent besitzen die Nationalität des Landes, in dem sie gründen. Als größte Herausforderung bezeichnet knapp jedes fünfte (19,5 Prozent) Jungunternehmen den Bereich "Vertrieb und Kundenakquise".

Speziell für Deutschland wurde festgestellt: Belegschaft und Marktstrategie deutscher Startups wird immer internationaler: 30% der Mitarbeiter besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft (2015: 22 %), über 80 % der Startups planen weitere Internationalisierungen (2015: 75 %).
Berlin ist weiterhin die Startup-Hauptstadt, aber andere Startup-Hubs holen auf: die Region Oldenburg/Hannover konnte als weiteres Startup-Hub identifiziert werden

Neben den drei prägnanten Entwicklungen steigender Frauenanteil, wachsende Internationalität und Stärke der Regionen bietet der Deutsche Startup Monitor einen tiefen Einblick in die Struktur des deutschen Startup-Ökosystems bezüglich der Branchen, Gründer- und Mitarbeiterprofile, Entwicklungen des Arbeitsmarktes, Finanzierungsstrukturen der Startups sowie die Zufriedenheit der Gründer mit den politischen Rahmenbedingungen.

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