GDH: Steigende Umsätze, sinkende Kundenfrequenz

Der deutsche Hutfacheinzelhandel hat mit dem vergangenen Geschäftsjahr zum dritten Mal in Folge ein Umsatzplus erzielt. Die Mitglieder der Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte (GDH) seien entsprechend mit viel Zuversicht in das neue Jahr gestartet, heißt es seitens des Verbandes.

Hutträger 2016: Jan-Josef Liefers nach der Verleihung des goldenen Awards in Köln. - GDH

Die spezialisierten Fachgeschäfte erzielten 2017 bundesweit ein Umsatzplus in Höhe von 4,0 Prozent. Zum dritten Mal in Folge konnten die Mitglieder Umsatzwachstum erzielen (2016: 1,6 Prozent, 2015: 2,5 Prozent). Das zeigt die Jahresumfrage des GDH, die während der Mitgliederversammlung Mitte Januar in Wiesbaden präsentiert wurde. Damit liegt die Hutbranche wieder über dem Modebranchendurchschnitt (2 Prozent Umsatzminus).

"Der Umsatz war besser als das Wetter verheißen lies, ein Beleg, dass Hüte und Mützen modisch im Trend liegen", zeigte sich der 1. Vorsitzender der GDH, Andreas Voigtländer, während der GDH-Mitgliederversammlung äußerst zufrieden.

Die GDH-Umfrage belegt leider auch, dass sich die Kundenfrequenz nur um 0,5 Prozent verbesserte. "Sinkende Frequenz und die Konkurrenz durch Online-Shopping werden auch bei uns als die größten Probleme des Handels angesehen. Das Umsatzwachstum basiert auf höheren Kaufbeträgen pro Kunde und Bon, weil wir als Spezialisten die Kunden bestens beraten können und eine tiefe und breite Auswahl bieten. Zudem sind auch einige von uns als Facheinzelhändler über alle Kanäle online unterwegs", erklärt Voigtländer.

Herren-Hüte und trendige Mützen sind demnach mit 61 Prozent die stärkste Warengruppe. Das liege jedoch auch daran, dass Damen gerne Herrenformen kaufen, denn Trilby, Diamond oder Pork Pie seien laut GDH aktuell im Trend.

Grafik zur Mitgliederbefragung. - GDH

37 Prozent des Umsatzes ging auf das Konto der Damen, vor allem mit weichen und legeren Kopfbedeckungen in Filz und Walk sowie Strick im Winter. Die restlichen zwei Prozent fallen auf Kinderkopfbedeckungen. Der Hutfacheinzelhandel erwartet derweil für 2018 ein Umsatzpari auf hoher Vorlage.

GDH-Geschäftsführerin Kirsten Reinhardt will 2018 zahlreiche Aktivitäten anstoßen, die der gesamten Hutbranche zu Gute kommen. Fester Aktionspunkt ist der 'Tag des Hutes' am 25. November, an dem die GDH-Mitglieder den Titel 'Hutträger des Jahres' an prominente Persönlichkeiten verleihen.

Neues Projekt für den Frühling ist außerdem eine UV-Schutz-Kampagne mit Informations-Flyer für Verbraucher und Hautärzte sowie abgestimmtes Material für den PoS der GDH-Mitglieder.

Denn auch das zeige die GDH-Umfrage: Das Mega-Thema der Zukunft ist Funktion, sei es UV-Schutz im Sommer, wasser- und winddichte Materialien mit Ohrenklappen im Winter, reflektierende Signal-Elemente für die Nacht sowie weiche und knautschbare Materialien für die Tasche oder den Koffer.

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