Galeries Lafayette: Luxus und Design-Etage erstrahlt im neuem Glanz

Am 12. Dezember wird im Pariser Kaufhaus Galeries Lafayette mit 1200 Gästen der neue erste Stock des Prachtladens am Boulevard Haussmann eingeweiht: 4600 m², die ganz dem Luxus und Design gewidmet sind. Die Renovierungsarbeiten neigen sich auf diesem Stock dem Ende zu, sind jedoch nur ein erster Teil des riesigen Erneuerungsprogramms, das den ganzen Flagship-Store umfasst. Die Arbeiten werden im neuen Jahr auf den anderen Stockwerken mit dem Prêt-à-porter für Damen und der Lingerie fortgesetzt. So widmet sich der zweite Stock ganz der „alltäglichen“ Damenmode (z.B.: Sandro), im Dritten dreht sich alles um die elegantere Damenmode (z.B.: Ralph Lauren). Die Damenunterwäsche wird vom dritten auf den vierten Stock verlegt und kommt neu neben der Spielzeug- und Gepäckabteilung zu liegen. Im fünften Stock schließlich erhält die Kindermode ein sehr ausgedehntes neues Spielfeld.

Die Luxusprodukte im ersten Stock, auch zu erschwinglichen Preisen
Mehrere Gründe führten die Galerie Lafayette-Teams zu dieser Modernisierung des ersten Stocks: „In erster Linie war das Erdgeschoss in der heutigen Aufteilung überlastet“, erklärt Michel Roulleau, stellvertretender Generaldirektor der Kaufhäuser Galeries Lafayette. „Es ist überfüllt, überall stehen die Besucher Schlange. Dies ist vor allem auf die explosionsartig ansteigenden Besucherzahlen aus den Schwellenländern zurückzuführen. Wir müssen diese Kunden besser bedienen können. Zudem sind wir der Ansicht, dass wir auf Markenseite, insbesondere im Bereich Accessoires, unsere Kapazitäten noch nicht optimal ausgeschöpft haben, auch wenn das heutige Angebot bereits sehr breit gefächert ist“.

Einige Marken haben sich auf zwei Stockwerken eingerichtet, wie hier im Bild der Louis Vuitton-Store, mit eigener Treppe zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Für das Kaufhaus Galeries Lafayette soll der erste Stock denn auch nicht vom Erdgeschoss getrennt betrachtet werden, es soll sich mehr um das „obere Erdgeschoss“ handeln, wie Michel Roulleau es ausdrückt. Das zeigt sich auch an der Wahl einiger Marken wie Louis Vuitton, Cartier, Chanel usw., die sich gleich auf zwei Stockwerken niedergelassen haben, und die beiden Etagen jeweils mit einer eigenen Treppe verbinden.

Außerdem soll vermieden werden, dass dieser Bereich zu elitär wirkt. Obwohl die größten Luxusmarken durchaus vertreten sind, betont Roulleau, dass auch erschwinglichere Marken wie Isabel Marant, Acné, Vanessa Bruno, Carven, Marc Jacobs, und Courrèges (Exklusiv) anzutreffen sind.


Michel Roulleau


Im ersten Stock befinden sich zudem zwei spezielle Bereiche, in denen einerseits kleinere Luxuslabel (Dice Kayek, Maison Rabih Kayrouz, Olympia Le Tan, Bouchra Jarrar, Mary Karantzou, Victoria Beckham) und andererseits zukunftsweisende Designer (EachxOther, MSGM, Roque, Manish Arora) untergebracht sind. Auch für preisgekrönte Designer gibt es eine Plattform, auf der exklusiv die Gewinner der französischen Modepreise Andam und des Hyères-Festivals zu sehen sind.

Dann beherbergt das Stockwerk auch einen neuen Accessoires-Bereich mit Foulards von 10 Marken wie Philippe Roucou, Pierrre-Louis Mascia, Meilleur Ami, usw. (65 – 300 Euro), einen Lederwarenbereich mit sechs Designern (Tila March, Yvonne Yvonne, Angel Jackson, etc.), eine Juwelier- und Schmuckabteilung sowie eine Armband- und Ringvitrine. Insgesamt sind 300 Marken auf einem Stockwerk vereint, darunter 17 neue Namen und über 170 Accessoires-Marken, die mehrheitlich exklusiv vertreten sind.

Wie Michel Roulleau gerne betont, möchten die Galeries Lafayette auf diesem Stockwerk einen Mix aus dem Besten des Luxus und der kreativen Mode anbieten. Und dies zu (fast) erschwinglichen Preisen.

Durch die Gesamtarchitektur des Gebäudes soll der neue Bereich denn auch zugleich „Luxus“ vermitteln und doch zugänglich sein. Der Architekt Bruno Moinard arbeitete zu diesem Zweck mit dem Lichtspezialisten Yann Kersalé zusammen, der die Kuppel des Kaufhauses für den 100. Geburtstag in neuem Glanz erscheinen lässt. Der erste Stock ist so von überall aus sichtbar, insbesondere durch den kreisförmigen Rundgang, der sich der Kuppelform anschmiegt. An beiden Enden des Wegs befindet sich zurzeit die neue Bar Le Premier, die unter anderem Produkte von Petrossian und Pierre Hermé anbietet.

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