Guy Laroche bestätigt Richard René als Art Director

Ein überraschender Wechsel bei Guy Laroche: Das Label kündete in einer Mitteilung die Ankunft von Richard René für den Posten der künstlerischen Leitung an. Letzterer folgt auf den amerikanischen Designer Adam Andrascik, der 2015 die Zügel des Pariser Couture-Hauses in die Hand nahm. Die Marke, die ihre Kollektion für Frühjahr/Sommer 2018 am kommenden 27. September in Paris präsentieren wird, beschwört "ein neues Kapitel in ihrer Geschichte" herauf, wie die Ernennung weiter erklärt wird.
 

Richard René - Guy Laroche

Ebenso heißt es dort, dass diese Rekrutierung "eine Evolution" beweise, "die es dem Haus ermögliche, sich als eine Marke von heute zu behaupten, sich aber auch wieder mit seinen Grundlagen zu verbinden: ein raffinierter Luxus, den Anspruch an einen perfekten Schnitt, ein ausgeprägter Geschmack für das Unerwartete ... Und ein definitiv freier Geist. So viele Werte, die mit dem Universum des Designers in Resonanz treten."

Wie sein Vorgänger ist Richard René der Öffentlichkeit wenig bekannt. Er ist weiterhin als Kreativdirektor bei der Bademodenmarke Vilebrequin und als Berater für andere Marken tätig.

Richard René besitzt ein Diplom in Design des LISAA (L'Institut Supérieur des Arts Appliqués) in Paris und machte sein Debüt bei Hermès als Assistent der Leiterin für die Kollektionen. Drei Jahre später, im Jahr 1997, trat er dem Hause Jean Paul Gaultier bei, wo er einen Großteil seiner Karriere verbrachte, zunächst als Leiter der Lederwaren-Kollektionen, bevor er dann zum Assistenten des Couturiers für die Haute-Couture-Kollektionen wurde.
Nach sieben Jahren, mit seinem Hauptpreis beim Hyères Festival im Jahr 2004 und drei weiteren Preisen ausgezeichnet, stürzte er sich in das große Becken um sein eigenes Label Richardrené zu gründen, dessen Kollektionen während der Couture-Schauen präsentiert wurden. Im Jahr 2010 ließ er sein Label ruhen und kehrte zu Jean Paul Gaultier zurück, bis 2011.

"Ich bin mit dem Hause Guy Laroche aufgewachsen, das für mich eine Form von Luxus und Freiheit symbolisiert.", erzählt der Designer, ein Anhänger von radikaler Mode, die sich durch ihre minimalistische Strenge und anspruchsvolle Schnitte auszeichnet.

"Guy Laroche war ein kühner Couturier, ein Vorläufer, und er lebte nach einer sehr freien Art, genau wie die Frauen, die er einkleidete. Das ist eben der Geist, den ich in diesem Haus wieder provozieren möchte, und der mir mehr denn je als aktuell erscheint.", kommentiert er in der Mitteilung.

Übersetzt von Elisa Gerlach

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