Hakro verlängert "Bangladesch Accord"

Verantwortungsvoller Schritt: Hakro hat den "Bangladesh Accord" 2018, das neue Abkommen zum Brand- und Gebäudeschutz in Bangladesch, unterzeichnet. Damit will der baden-württembergische Corporate-Fashion-Spezialist sein Engagement für die weitere Verbesserung der Sicherheit und der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie Bangladeschs unterstreichen. Den Schritt hatte das Schrozberger Unternehmen bereits in seiner Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Titel "Wirkstoff" Ende 2017 angekündigt.

Geschäftsführerin Carmen Kroll bei einem ihrer Besuche in Bangladesch. - HAKRO

Hakro hat einen Produktionspartner in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Die Zusammenarbeit besteht bereits seit 1999. Rund 600 Frauen und Männer fertigen in dem Betrieb T-Shirts, Poloshirts und Tank-Tops für das Unternehmen, darunter auch die 2017 eingeführte Organic-Kollektion von Shirts aus Bio-Baumwolle.

Der Partner ist nach dem "Global Organic Textile Standard" (GOTS) und "Standard 100 by OEKO-TEX" zertifiziert und unterliegt laut der Schrozberger dem Monitoring der Business Social Compliance Initiative (amfori BSCI).

Zweimal im Jahr überzeugen sich zudem Hakro-Mitarbeiter bei einem Vor-Ort-Besuch persönlich vom Stand der Dinge.

Der neue Accord tritt nun an die Stelle des 2013 nach der Rana-Plaza-Katastrophe initiierten ersten Abkommens, das auf fünf Jahre befristet war und Ende Mai ausläuft. Der deutsche Corporate-Fashion-Anbieter hatte diesen "Bangladesh Accord" im Juli 2015 unterzeichnet. Der neue Accord hat eine Laufzeit von drei Jahren (2018 bis 2021).

Im Unterschied zu Selbstverpflichtungen ist der Accord ein rechtlich verbindliches Abkommen zwischen den Gewerkschaftsverbänden IndustriALL Global Union und der UNI Global Union sowie den teilnehmenden Textilunternehmen. Diese benennen dem Accord-Sekretariat ihre Zulieferbetriebe in Bangladesch, in den Fabriken finden unabhängige Kontrollen des Arbeits- und Gebäudeschutzes statt, festgestellte Mängel müssen innerhalb bestimmter Fristen beseitigt werden.

Die Verbindlichkeit und Erfolge des ersten Accords finden auch Zuspruch von Nicht-Regierungs-Organisationen wie von der Kampagne für saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign).

"Der Accord hat sich bewährt, davon konnten wir uns erst Anfang Februar bei unserem jüngsten Besuch bei unserem Produktionspartner in Dhaka überzeugen. Unser Partner hat alle von den Gutachtern des Accords auferlegten Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt: etwa neue Brandschutztüren eingebaut und elektrische Leitungen modernisiert", erklärt Carmen Kroll, geschäftsführende Gesellschafterin von Hakro.

Das neue Abkommen soll besonders die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter im betrieblichen Arbeitsschutz verbessern, unter anderem durch verbindliche Sicherheitstrainings.

"Wir würden es deshalb sehr begrüßen, wenn möglichst viele der Unternehmen, die den ersten Accord unterzeichnet haben, ihre Teilnahme ebenfalls verlängern", appelliert Kroll.

Zur weiteren Unterstützung seines Partners habe Hakro zudem den Solidaritätsfonds "FriendsShare" aufgelegt. Damit will man verschiedene Projekte zur Gesundheitsversorgung oder Naturalienprämien fördern, die allen Mitarbeitern des Produktionspartners zugutekommen. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen ein Waisenhaus für Jungen im Südwesten Bangladeschs sowie Hilfsprojekte des Vereins NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit.

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