Hennes & Mauritz erleidet einen Gewinnrückgang

Der wachsende Bestellboom über das Internet und die stärker werdende Konkurrenz bringen den schwedischen Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) in Bedrängnis. Wie H&M am Donnerstag mitteilte, ging der Gewinn nach Steuern wegen kräftiger Preisnachlässe zwischen Juni und August um mehr als ein Fünftel auf 3,8 Milliarden schwedische Kronen (400 Mio Euro) zurück. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um 5 Prozent auf 51,2 Milliarden Kronen zu.


Die stärker werdende Konkurrenz bringt den schwedischen Textilhändler Hennes & Mauritz in Bedrängnis - H&M


Im Vergleich zum spanischen Konkurrenten Inditex mit seinen Marken Zara und Bershka schnitten die Schweden erneut schlechter ab. Die H&M Aktie gab im frühen Handel um 5,8 Prozent nach.

H&M hatte die Preise gesenkt, um die Sommerware aus den Lagern zu bekommen. Das zehrt am Gewinn. Die gesamte Modebranche befinde sich derzeit im Umbruch, sagte H&M Chef Karl-Johan Persson. Auch H&M trage dem Wandel zur Digitalisierung Rechnung und mache online große Fortschritte. 25 bis 30 Prozent der Umsätze werden laut Persson derzeit im Internet erzielt. Gleichzeitig kämen aber immer weniger Kunden in die Läden, räumte er ein.

Der Konzernlenker hofft nun auf ein gutes Herbstgeschäft. Die Kollektion sei gut angekommen, sagte er. Allerdings hätten sich die Umsätze gegen Ende September hin wieder etwas abgeschwächt.

Zu H&M gehören auch Marken wie COS, Weekday oder & Other Stories. Insgesamt kam der Konzern Ende August auf 4.553 Läden weltweit. 90 Filialen will der Konzern in diesem Jahr schließen, aber auch neue aufmachen. Am Ende will H&M 385 mehr Läden haben als vor einem Jahr. Das Onlinegeschäft wird weiter ausgerollt.

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