Hermès eröffnet neue Produktionsanlage unweit der Schweizer Grenze

Das französische Traditions-Modehaus Hermès eröffnet im französischen Département Franche-Comté unweit der Schweizer Grenze eine neue Produktionsstätte.


Die neue Produktionsstätte in Allenjoie trägt den Namen "Manufacture de l’Allan" und dürfte Arbeit für 260 Sattler und Lederwarenfachkräfte bieten. Für eine Gemeinde mit nur 750 Einwohnern handelt es sich um einen bedeutenden Arbeitgeber.

Die neue Anlage zeugt vom Engagement des Modehauses, in der Region Franche-Comté ein Hub für traditionelle Handwerkskunst einzurichten. 1996 wurde mit einer Produktionsstätte im nahegelegenen Seloncourt ein erster Grundstein gelegt, 2016 folgte ein zweites Werk in Héricourt.

Bis ins Jahr 2023 sollen in den drei Anlagen im ostfranzösischen Département insgesamt 780 Sattler und Lederwarenfachkräfte hochwertiges Leder für das in Paris ansässige Studio der 1837 gegründeten Marke verarbeiten.

"Die Eröffnung der Manufacture de l’Allan belegt unser Engagement für die handwerkliche Produktion und die Arbeitsplatzförderung in Frankreich", freut sich Hermès-Chef Axel Dumas.

Die 5800 Quadratmeter große Produktionsstätte Manufacture d’Allan wurde als umweltbewusster Betrieb mit Sonnenkollektoren auf den Dächern und Regenwassersammeltanks ausgestattet und verfügt über thermische Solaranlagen, die die gesamte Anlage mit Warmwasser versorgen. Auf dem Gelände wurden überdies Apfel-, Birnen- und Kirschbäume gepflanzt.

Hermès arbeitet auch in Allenjoie wieder mit der Ausbildungsstätte Ecole Boudard in Béthencourt zusammen. Die Schule bietet fünfzehnmonatige Lehrgänge zum Erlernen des Sattler- und Lederverarbeitungshandwerks.

"Diese Ausbildung ermöglicht es den Absolventen, sich ein unvergleichliches Fachwissen anzueignen, um eine Tasche von A bis Z herstellen zu können, gemäß der von Hermès festgelegten Regel "Eine Person, eine Tasche".
Hermès ist zwar an der Pariser Börse notiert, doch bleibt das Unternehmen mehrheitlich in der Hand der sechsten Generation der Gründerfamilie. Zur Zeit beschäftigt das Luxusunternehmen weltweit 13 483 Personen, 8319 davon in Frankreich. 3310 Sattler stellen Sättel und Reitsportausrüstung aus Leder her. Weiter produziert das Unternehmen in seinen 16 Produktionsstätten in ganz Frankreich auch Gürtel, kleine Gepäckstücke und Lederwaren in Handarbeit. 2017 erzielte Hermès mit einem Umsatz in Höhe von EUR 5,5 Milliarden ein Wachstum um neun Prozent.

Übersetzt von Aline Bonnefoy

Copyright © 2018 FashionNetwork.com Alle Rechte vorbehalten.

Luxus - AccessoiresBranche