Hudson's Bay's Kaufhof steuert auf einen weiteren großen Verlust zu

Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird Hudson's Bay's Kaufhof für das Geschäftsjahr, das am 31. Januar endete, einen weiteren Verlust von mehr als 100 Millionen Euro ausweisen.


Ohne seine Quellen zu nennen, berichtete das Manager Magazin, dass Kaufhof unter Mietsteigerungen in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr litt, die ihm von Hudson's Bay auferlegt wurden. Ein Kaufhof Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Hudson's Bay wird am 28. März die Zahlen für das vierte Quartal bekannt geben.

Im vergangenen Monat berichtete Reuters, dass Hudson's Bay plane, ein 3-Milliarden-Euro-Angebot des österreichischen Immobilien- und Handelskonzerns Signa Holding GmbH abzulehnen.

Signa versuchte das Unternehmen 2015 zu kaufen, aber Hudson's Bay, dem auch die Luxuskaufhauskette Saks Fifth Avenue gehört, überbot und zahlte 2,5 Milliarden Euro inklusive Schulden für Kaufhof und seine belgische Tochtergesellschaft.

Seither haben sich die Finanzen von Kaufhof derart verschlechtert, dass es für Händler schwieriger wird, eine Warenkreditversicherung für den Versand zu finden.

Hudson's Bay finanzierte den Kaufhof Erwerb über ein Joint Venture, das die Immobilie von Kaufhof erwarb und deren Vermieter wurde. Die Finanzierungstechnick scheiterte, da Kaufhof Schwierigkeiten hatte, die höheren Mieten, die das Joint Venture auferlegte, sowie rückläufige Fußgängerzahlen in den Läden zu bewältigen.

Kaufhof Chef Roland Neuwald will bis zum Sommer einen neuen Deal mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abschließen, sagte er am Donnerstag in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Übersetzt von Felicia Enderes

copyright_reutersapi

Mode - Prêt-à-PorterMode - VerschiedenesKosmetik - VerschiedenesBusiness