Hudson's Bay verfehlt Umsatzerwartungen trotz Quartalsgewinn

Der kanadische Warenhausbetreiber Hudson's Bay, zu dem auch die Luxusmarke Saks Fifth Avenue zählt, erzielte im vergangenen vierten Quartal des Geschäftsjahrs einen Umsatz in Höhe von CAD 84 Millionen (EUR 53 Mio.). Im Vorjahr verbuchte der Konzern an dieser Stelle einen Nettoverlust von CAD 152 Millionen (EUR 95 Mio.). Die Steigerung lasse sich insbesondere auf Steuererleichterungen im Rahmen der jüngsten Steuerreformen in den USA zurückführen, wie der Konzern berichtete.

Photo: Hudson's Bay

Ohne Berücksichtigung der im Quartal aufgetretenen Einmaleffekte betrug das bereinigte Konzernergebnis CAD 20 Millionen (EUR 13 Mio.). Damit verfehlte der Konzern die von Analysten errechneten Prognosen in Höhe von CAD 120,18 Millionen (EUR 75 Mio.) deutlich.

Das Unternehmen, das auch an der Spitze des amerikanischen Unternehmens Lord & Taylor sowie der Galeria Kaufhof GmbH steht, konzentrierte sich in den vergangenen Monaten darauf, Gewinn aus seinem umfangreichen Immobilienportfolio zu schlagen. Doch das schwindende Interesse der Kunden an Kaufhäusern zu Gunsten von Online- und Off-Price-Angeboten macht dem Unternehmen zu schaffen.

"Obwohl wir mit den jüngsten Ergebnissen nicht zufrieden sind, versuchen wir auch weiterhin, den Wert unserer Immobilienportfolios gewinnbringend einzusetzen. Weiter führen wir Maßnahmen ein, um eine Trendwende herbeizuführen", so der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Richard Baker.

In der digitalen Abteilung von Hudson's Bay stieg der flächenbereinigte Umsatz im vergangenen Quartal (Stichtag: 3. Februar) um 2,8 Prozent. In Europa setzte der Konzern jedoch mit der Galeria Kaufhof und neuen Stores in den Niederlanden 3,4 Prozent weniger um als in der Vergleichsperiode. Mit Ausnahme von Saks Fifth Avenue (+ 2,1 Prozent) waren auch die Ergebnisse in den anderen Sparten des Konzerns rückläufig.

Für das Geschäftsjahr 2017 ergibt sich somit ein Verlust von CAD 581 Millionen (EUR 365 Mio.), im Vorjahr waren es CAD 516 Millionen (EUR 324 Mio.).

Der kanadische Traditionskonzern erklärte im vergangenen Monat, er habe das 3-Millionen-Angebot des österreichischen Immobilien- und Einzelhandelskonzerns Signa Holding GmbH für Kaufhof abgelehnt, Signa habe das Angebot daraufhin zurückgezogen. Einen Tag zuvor ernannte der Konzern die langjährige CVS Health-Managerin Helena Foulkes zum CEO von Hudson's Bay.

Laut einem Bericht des "Manager Magazins" von vergangener Woche steuert Kaufhof für das am 31. Januar 2018 endende Geschäftsjahr auf einen Verlust von über EUR 100 Millionen zu. Grund seien von Hudson's Bay auferlegte Mietsteigerungen in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr.
 
Hudson's Bay wies den Umsatz der verschiedenen Konzernabteilungen in seinen Jahresergebnissen nicht einzeln aus.

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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