Inreach17: Andreas Bersch: "Von Influencern lässt sich einiges abgucken."

Am 10. November dritte Inreach Konferenz für Influencer Marketing in Berlin statt. Veranstalter der Influencer-Konferenz sind die Agentur Brandpunkt und das Branchenblog Futurebiz.

Andreas Bursch, Geschäftsführer von Brandpunkt und Gründer des Businessblog Futurebiz. - Inreach17

Zu den Speakern gehören u.a., Frauke Klos (Dm), Maxi Gräff (Microsoft), Burkhard Leimbrock (Twitch), Thorsten Mühl (Walt Disney) sowie bekannte Influencer wie Felix von der Laden und Robert Jahns.

Im Fokus der "#Inreach17 – Where Brands meet Influencers" steht der direkte Austausch aller Beteiligten, Marken und Unternehmen, Influencern, Agenturen und Dienstleister. Dabei geht um Themen wie Influencer Kampagnen, Influencer Marketing, Influencer Relations und rechtliche Aspekte von Influencer Marketing.

FashionNetwork.com holte sich schon vorab von Andreas Bersch, Geschäftsführer Brandpunkt und Gründer des Businessblog Futurebiz, einige Tipps zum Thema Influencer-Marketing für Unternehmen.
  
FNW: Wie finde ich den perfekten Influencer für mein Unternehmen?
Andreas Bersch: Den wirklich passenden Influencer findet jedes Unternehmen, indem er zunächst Ziele und Strategie entwickelt, auf dieser Basis dann ein Konzept und die genauen Themengebiete definiert und dann Zielprofile für Influencer definiert werden. Hierzu gehören neben den Plattformen auch weiche Faktoren (wie z.B. Stil). Erst dann macht man sich auf die Suche nach passenden Influencern. Dies kann durch eigene Recherche oder durch teilweise Unterstützung mit Tools oder Dienstleistern erfolgen. Die Reichweite ist dabei übrigens nur ein Faktor. Und nicht der wichtigste.
 
FNW: Wie wichtig ist Content Marketing für Fashion Brands?
AB: Content Marketing ist zunächst ein Buzzword. Aus dem digitalen Marketing heraus gedacht, verstehen wir darunter in Inhalte verpackte Botschaften. Dazu können auch Influencer als Botschafter zählen. Um es einmal ganz trocken auszudrücken: Im Content Marketing kann immer die Produktverwendung kommuniziert werden: Das Kochen statt dem Herd, das Basteln statt der Bohrmaschine. Solche Geschichten sind geeignet, im Netz Interesse und Verbreitung zu erzielen. Dies gilt natürlich auch für Fashion Brands.
 
FNW: Vor welcher Herausforderung stehen Brands bei der Umsetzung von Content Marketing?
AB: Content Marketing bedeutet vor allem, aus der Sender in die Empfänger Welt zu wechseln und damit die Kommunikation an den Interessen der Kunden bzw. Nutzer auszurichten. Dies fällt vielen schwerer als vermutet. Ursache sind in vielen Jahren eingespielte Mechaniken und Abläufe im Marketing. Wer viele Jahre mit dem Einkauf von Werbemitteln beschäftigt war, der kann eventuell nicht schnell umdenken und in Geschichten denken. Die Herausforderungen liegen daher im Unternehmen vor allem im Wissen und dem Verständnis. Die eingespielten Prozesse mit Werbepartnern stehen zudem oft auch im Weg. Man kennt sich und ändert sich nicht gerne …
 
FNW: Welche Möglichkeit haben kleine Unternehmen, um neben großen Konzernen sichtbar zu werden?
AB: Es gibt gerade im Influencer Marketing einige Beispiele, wo es aus dem Nichts kommende Unternehmen oder Start-ups geschafft haben, durch einen geschickten Ansatz mit wenig Budget eine hohe Markenbekanntheit aufzubauen. Aber man muss auch sehen, dass sich die Früchte im Content Marketing nicht kurzfristig ernten lassen. Oft braucht es daher eine kluge Mischung von Content und Performance Marketing.
 
FNW: Was kann eine Marke von einem Influencer lernen? 
AB: Sehr viel, da ja auch Influencer Marken sind. Wir bezeichnen Influencer oft als kreative Medienunternehmer. Sie sind im Tagesgeschäft mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert wie Unternehmen:
Guten Content zu produzieren und zu distribuieren. Da sie weniger Budget haben werden sie auch in Bezug auf die Verbreitung kreativ. Da lässt sich einiges abgucken.
 
Die "Inreach17 – Konferenz für Influencer Marketing" findet am 10. November ab 8 Uhr in den Bolle Festsälen in Berlin statt.
 

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