JD.com wirbt um deutsche Markenhersteller

Richard Lius, Gründer und Chef des nach Alibaba zweigrößten chinesischen E-Commerce-Händlers, verspricht deutschen Markenherstellern gute Geschäfte in China. "Ich möchte noch mehr europäische Waren auf meiner Website JD.com verkaufen. Die chinesischen Konsumenten sind hungrig nach Qualität und großen deutschen und europäischen Marken", sagte Lius im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital'. "Chinesen haben Fälschungen satt. Sie wollen Verlässlichkeit", so Lius, der derzeit in Europa Vertreter von Markenherstellern trifft.

Außenwerbung von JD.com. - Forbes

Chinesen, so Lius gegegnüber 'Capital', shoppen inzwischen anders: "An erster Stelle steht Qualität, dann Service, erst dann ist der Preis wichtig." JD.com, mit rund 226 Millionen Kunden oft auch als "Amazon Chinas" bezeichnet, profitiert von dieser Entwicklung laut Lius besonders: "Wir verkaufen keine White Label-Produkte. Der zweite Grund unseres Erfolgs: Wir verkaufen keine Fälschungen. Unser Geschäftsmodell sind vor allem Direktverkäufe. Dabei kontrollieren wir die Qualität und Echtheit."

Auf diese Weise sei sein Unternehmen in den letzten zwölf Jahren im Schnitt um 150 Prozent pro Jahr gewachsen. Lius hat ehrgeizige Pläne. Innerhalb von vier Jahren will er zur größten B2C-Plattform Chinas wachsen und Alibabas Tmall überholen.
 

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