Kaufhof-Mutter Hudson's Bay hofft auf zweites Halbjahr

Nach höheren Verlusten im zweiten Quartal setzt der nordamerikanische Kaufhof-Eigner Hudson’s Bay (HBC) seine Hoffnungen auf die zweite Jahreshälfte.


Reuters

Der Start in die Herbstsaison stimme ihn zuversichtlich, sagte HBC-Chef Jerry Storch. Das stark wachsende Online-Geschäft, die Auslandsexpansion wie auch die Entwicklung des Nobelkaufhauses Saks Fith Avenue und der Kaufhof-Warenhäuser sollten dem Konzern Rückenwind verleihen. Zudem werde HBC erste Früchte der Kosteneinsparungen und Restrukturierungen ernten.

Analyst Derek Dley von Canaccord Genuity blieb allerdings skeptisch. “Das ist leichter gesagt als getan vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes im Handel.” 

HBC rutschte im zweiten Quartal wegen höherer Abschreibungen und Finanzkosten tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust erreichte 201 Millionen Kanadische Dollar (136 Millionen Euro) nach 142 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Kanadische Dollar. Dazu hätten die Eröffnung neuer Läden sowie positive Währungseffekte beigetragen. 

Die Warenhauskette Kaufhof hatte Hudson’s Bay – im Jahr 1670 gegründet und damit das älteste Unternehmen Nordamerikas – 2015 vom Metro-Konzern übernommen. Hudson’s Bay sieht die Warenhauskette für das Weihnachtsgeschäft gut gerüstet, wie der Einkaufschef von Hudsons’s Bay in Europa, Edo Beukema, am Montag (4.9.) gesagt hatte.

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