Kaufhof: Verdi vertagt Gespräche aufgrund von Joint-Venture-Plänen

Gewerkschaftsvertreter der Warenhauskette Kaufhof, die zum kanadischen Handelsunternehmen Hudson's Bay Company (HBC) gehört, vertagen Umstrukturierungsgespräche aufgrund von Joint-Venture-Plänen mit der Signa Holding GmbH.

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Quellen berichteten Reuters diese Woche, dass HBC über ein mögliches Joint Venture zwischen Kaufhof und Konkurrent Karstadt diskutiert, das zum Immobilien- und Einzelhandelskonzerns Signa gehört.

Für den 29. Juni stand ein Treffen der Arbeitnehmervertreter mit dem Kaufhof-Management an, in dem über einen Restrukturierungsvertrag der angeschlagenen Warenhauskette diskutiert werden sollte.

Bis Ende des Monats hatten beiden Parteien gehofft, zu einer Einigung zu gelangen, aber jetzt werde das Verhandlungskomitee "das Tempo aus den Gesprächen nehmen", sagte der Chefunterhändler der Gewerkschaft Verdi für Kaufhof, Bernhard Franke, am Donnerstag gegenüber Reuters.

Verdi hat erklärt, dass jeder Restrukturierungsvertrag Pläne enthalten muss, die sowohl Kostensenkung als auch Investitionen vorsehen. 

"Es wäre nicht sinnvoll, jetzt einfach so zu tun, als ob nichts wäre", sagte Franke.

Unter anderem müssten die Verhandlungspartner die Frage klären, welche Auswirkungen ein mögliches Joint Venture mit Karstadt auf die Investitionspläne haben werde.

 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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