LVMH startet Online-Marktplatz eigener Luxus-Marken

LVMH startet eine eigene Multi-Brand E-Commerce-Website - inspiriert vom eigenen stationären Kaufhaus Le Bon Marche. Die neue Online-Plattform "24 Sevres" ist somit auch gleich nach der Rue de Sevres Lage von Le Bon Marche im schicken 7. Arrondissement benannt und soll Mode, und Kosmetikund Gepäckwaren aus dem eigenen Portfolio von LVMH sowie Marken von außerhalb der Gruppe anbieten.

LVMH startet im Anfang Juni erstmalig eine eigene Online-Plattform. - DR

Insgesamt werden mehr als 150 Labels vertreten sein, darunter 20 von LVMHs, u.a. Louis Vuitton, Dior oder Fendi. Investiert wurden in das digitale Projekt mehrere Millionen Euro. Die bisher größte Initiative von LVMH im Online-Bereich, für der Luxuskonzern 2015 den ehemaligen Apple-Musik-Chef Ian Rogers an Bord geholt hatte, um seine digitale Strategie voranzubringen und den Online-Vertrieb im Luxussektor voranzubringen.  

Der Premium-Web-Shop soll internationalen Kunden "typische Pariser Entscheidungen" in der Auswahl exklusive Produkte geben, sagte Rogers gegenüber Reuters. "Wir wollen mit einzigartigen Produkten für Attraktivität sorgen und nicht unbedingt ein riesiges Sortiment anbieten", soRogers. 

LVMH-Chef Bernard Arnault will mit der Website am 6. Juni in rund 70 Ländern live gehen. Mit Blick auf die Wettbewerber wie Yoox Net-a-Porter, MyTheresa, Gamesfashion.com oder LuisaViaRoma, ist das Echo in der Branche bereits beträchtlich. 

E-Commerce ist mit rund 7 Prozenht nach wie vor ein relativ kleiner Teil des globalen Luxusgütermarktes. Dieser dürfte laut der Boston Consulting Group jedoch bis 2020 auf 12 Prozent  steigen.

LVMH hatte zuletzt bereits stark in Online-Aktivitäten investiert. Jedoch hatte jede der Konzernmarken eigene digitale Strategien, wie der E-Commerce von Fendi und Kenzo, während für andere Marken wie Celine keine eigene Online-Shops betrieben wurde.  

Die neue Website soll das Angebot auf den jeweiligen Webseiten der LVMH-Marken ergänzen, so Rogers. Große Mode-Marken wie Prada, Gucci oder Valentino werden auf der Website ebenso innovative Label wie Maison Margiela Kitsune oder APC.

Der LVMH-Online-Umsatz von 2 Milliarden Euro (1,68 Milliarden Euro) belief sich im vergangenen Jahr auf 5,3 Prozent des Konzernumsatzes.

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