Lacoste: M/M Paris reinterpretiert das Krokodil

Felipe Oliveira Baptista, Kreativchef von Lacoste, hat dem Künstlerduo Mathias Augustyniak und Michael Amzalag, alias M/M Paris, eine Carte Blanche gegeben, um ihnen für eine gemeinsame Kollektion die komplette, kreative Freiheiten zu geben. Aus der Zusammenarbeit entstand ein geometrisches Alphabet, mit dem sie das weltbekannte Krokodil-Logo reinterpretiert haben.

M/M Paris entwickelt geometrisches Alphabet für Lacoste-Schriftzug. - Lacoste
 
Das Krokodil und den Namen hat das Label vom Gründer der Marke: René Lacoste. Er wurde als Tennischampion berühmt und gründete dann erst 1933 das Label. Als Tennisprofi verdiente er sich damals den Spitznamen "le Crocodile", was ihn dazu inspirierte auf seinen ersten Polohemden ein Krokodil als Logo zu verwenden.
 
M/M Paris steht seit drei Jahrzehnten für einen spannenden Mix aus grafischen Arbeiten und visueller Identität. Unter den innovativsten Designern ihrer Generation haben die beiden die Ära mit ihren künstlerischen Kreationen, die auf einer tiefgründigen und oft politischen Denke basiert, geprägt. Dabei wechselten sie durch die verschiedenen Genres: von Mode zur Musik, von zeitgenössischer Kunst zum Theater.
 
"Ich bewundere ihre Arbeit, die meist sehr persönlich und umfassend ist. Ich mag es, wie sich in ihren Entwürfen die Freiheit der Tonalität und die Strenge ihrer Kreationen miteinander verbindet", sagt Felipe Oliveira Baptista.
 
So arbeiteten sie bereits mit Yohji Yamamoto, halfen Nicolas Ghesquière den Renaissance-Wortschatz von Balenciaga zu erarbeitet und unterstützen Jonathan Anderson bei seinem Engagement bei Loewe und dessen eigene Marke J.W. Anderson. Sie entwerfen Grafiken für Björk, Benjamin Biolay, Etienne Daho und Jean-Louis Murat. Sie arbeiten auch mit den Künstlern Dominique Gonzalez-Foerster, Pierre Huyghe und Philippe Parreno zusammen oder beraten Institutionen wie das Lorient-Theater, das Dijon-Konsortium und Fiac, für deren Plakate sie seit 2005 verantwortlich sind.
 
Zusammenarbeit mit Lacoste
"Wir haben ihn (Felipe Oliveira Baptista) schon immer für einen interessanten Designer gehalten, für sein eigenes Label und wir mochten auch sein Arbeit für Lacoste. Eines Tages schickten wir ihm eine Neuauflage von einer LP von 'Marie et Les Garçons', eine Band, die wir schon in den 1980er Jahren mochten und für deren Cover wir ein Foto von einem hellblauen Lacoste-Polohemd verwendet haben. Wir waren uns sicher, dass er dies mögen würde", so Mathias Augustyniak.

Lacoste
 
So entstand der erste Kontakt für eine Zusammenarbeit, bei der M/M Paris jetzt für ihre Lacoste-Kollektion das ikonische Krokodil von "A bis Z" neu definiert und mit einer geometrischen Buchstabenkomposition umgestaltet haben: Das L stilisiert dabei den Schwanz des Krokodils, während das E den offenen Mund darstellt.
 
Dabei stand die Sieben im Mittelpunkt der Entwürfe. Sieben Buchstaben für das Wort "Lacoste" und sieben Tage in einer Woche. So entstand für jeden Tag in der Woche ein Polohemd.
 
Hauptfarben der Capsule-Kollektion sind weiterhin die Farben von Lacoste, wie Weiß, Navy, Rot, Himmelblau oder Flamingopink – doch jedes Kleidungsstück wurde zusätzlich mit dem neuen "Lacoste"-Symbol bestickt, das damit das Krokodil ersetzt – sowohl bei den kurzärmligen Polos, Hoodies, Sneakern, einer Tragetasche und Stirnbändern. Ein Unisex-T-Shirt zeigt sogar das komplette "Lacoste"-Alphabet.
 
Die Kollektion ist ab dem 15. November 2017 in allen Lacoste Stores erhältlich, online ist sie seit dem 24. Oktober 2017 verfügbar.
 
Seit November 2012 gehört Lacoste der Schweizer Maus Frères Holding aus Genf, die sich bereits ab Ende der 1990er Jahre als Minderheitsaktionär an Lacoste beteiligt hatte. Aktuelle Geschäftszahlen veröffentlich das Familienunternehmen, zu denen u.a. die Manor AG, Gant und Aigle gehören, nicht. 

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