Lenzing mit Rekordgewinn im ersten Halbjahr

Der österreichische Faserhersteller Lenzing legte seine Zahlen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 vor, das bis Ende Juni ging.

Lenzing
 
Demnach stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 11 Prozent auf 1.149,1 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 270,7 Millionen Euro um 38,8 Prozent höher. Das entsprach einer EBITDA-Marge von 23,6 Prozent nach 18,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.
 
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 57,4 Prozent auf 204,2 Millionen Euro, was zu einer höheren EBIT-Marge von 17,8 Prozent führte. Das Ergebnis je Aktie konnte um 59 Prozent auf 5,55 Euro gesteigert werden. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis waren laut der Lenzing-Gruppe eine gute Kapazitätsauslastung, höhere Preise und der Produktmix.
 
„Das erste Halbjahr 2017 ist für die Lenzing Gruppe sehr erfreulich verlaufen. Es war das beste Halbjahr der Unternehmensgeschichte. Maßgeblich ist, dass wir unsere sCore TEN-Strategie weiter konsequent umsetzen. Der Ausbau neuer hochmoderner Produktionskapazitäten für unsere Spezialfasern schreitet gut voran und wird unsere Kunden in ihrer Expansion mit Produkten aus unseren botanischen Fasern weiter unterstützen“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing-Gruppe.
 
Jetzt soll der Anteil der Spezialfasern am Gesamtumsatz bis 2020 auf 50 Prozent des Umsatzes gesteigert werden. Nach dem bereits laufenden Ausbau in Lenzing, Heiligenkreuz (beide Österreich) und Mobile, Alabama (USA), wird die nächste Anlage zur Produktion von Lyocellfasern der Marke Tencel in Thailand errichtet.
 
Die endgültige Entscheidung über den Bau der Anlage soll im ersten Quartal 2018 getroffen werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Diese umfangreichen Bauvorhaben wurden in einem eigenen Vorstandsressort zusammengefasst und dem neu bestellten Vorstand, Chief Technology Officer Heiko Arnold, übertragen.
 
Die Lenzing Gruppe hat zudem im ersten Halbjahr neue Vertriebs- und Marketingbüros in der Türkei und in Südkorea eröffnet. Durch die direkte Ansprache und die gut ausgestatteten Schauräume mit Produkten aus Lenzing Fasern können die Kunden damit noch besser betreut werden. Um weiterhin guten Ergebnisse zu erhalten, möchte Lenzing jetzt auch die Vorreiterrolle bei Nachhaltigkeit weiter ausbauen.

„Nach der Markteinführung unserer Lyocell-Faser der Marke Refibra haben wir nun im ersten Halbjahr mit EcoVero eine besonders leistungsfähige Faser mit einem sehr vorteilhaften ökologischen Fußabdruck auf den Markt gebracht und setzen damit Standards für die gesamte Branche – von der Faser bis zur Kleidung“, so Doboczky weiter.
 
Somit gibt das Unternehmen auch eine positive Prognose für das Gesamtjahr aus: „Unter der Annahme gleichbleibender Verhältnisse an den Fasermärkten erwarten wir für 2017 eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber 2016“, prognostiziert Doboczky abschließend.

Die Lenzing-Gruppe hatte Ende Juni 6.326 Mitarbeiter, 1,6 Prozent mehr als Ende des vergangenen Jahres mit 6.218 Beschäftigten.
 

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