Levi's verzeichnet starkes zweites Quartal und hebt Jahresprognose an

Levi Strauss Co. gab am Dienstag bekannt, dass die Umsätze im zweiten Quartal weiter um 17 Prozent stiegen.

Die US-amerikanische Kultmarke meldete ebenfalls eine Vervierfachung des Nettoeinkommens für den Dreimonatszeitraum bis zum 27. Mai 2018 und hob ihre Jahresprognose an, obwohl die EU kürzlich eine Steuerabgabe auf amerikanische Denim-Importe in Erwägung zog.

Levi Strauss Co

Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco zeigte das dritte Quartal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum, "angetrieben durch die disziplinierte Umsetzung unserer Strategien und unser diversifizierteres Portfolio", sagte Chip Bergh, President und Chief Executive Officer in einer Pressemitteilung.

"Diese Ergebnisse haben die Branche überholt und sogar unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Daher erhöhen wir unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr", fügte Bergh am späten Dienstagnachmittag hinzu.

Der Nettoumsatz von Levi Strauss stieg laut Bericht um 17 Prozent. Dies sei auf das Markenwachstum der Marke Levi's in allen Regionen und Vertriebskanälen zurückzuführen. Amerika erreichte ein Wachstum von 11 Prozent, verzeichnete aber auf dem Inlandsmarkt einen Rückgang des Nettoeinkommens um 5 Prozent, was an einer Zunahme des Einzelhandels- und der Werbekosten liege, sagte das Unternehmen.

Sowohl Europa als auch Asien verzeichneten Zuwächse von 19 Prozent bzw. 9 Prozent, ohne Berücksichtigung negativer Wechselkurse.

Nach Kategorien betrachtet stieg der Umsatz von Levi's mit Direktkunden auf 19 Prozent bei einer soliden Umsatzentwicklung und dem Ausbau des Einzelhandelsnetzes sowie des E-Commerce-Wachstums.

Der Gesamtumsatz im Großhandel stieg um 14 Prozent, was auf höhere Umsätze in allen Regionen zurückzuführen ist.

Der Nettogewinn stieg um 59 Millionen US-Dollar, "hauptsächlich aufgrund von Gewinnen aus den Absicherungskontrakten des Unternehmens im zweiten Quartal 2018 und einer Schuldenrefinanzierungsbelastung im zweiten Quartal 2017".

Das bereinigte EBIT wuchs um 15 Prozent, was das Umsatzwachstum und die höheren Bruttomargen widerspiegelt, während das operative Ergebnis um 22 Prozent auf 77 Millionen US-Dollar stieg, sagte Levi's.

Die Marke Levi's betrieb zum Ende des zweiten Quartals insgesamt 53 eigene Filialen mehr als im Vorjahr.

Levi's herausragende Quartalsperformance folgt jedoch auf die jüngsten Nachrichten, wonach die EU eine Steuer von 25 Prozent auf einige amerikanische Produkte erheben will, darunter Herren- und Damenjeans, T-Shirts, Shorts und eine Vielzahl von Sportausrüstung und -bekleidung als Antwort auf die neu eingeführten US-Einfuhrzölle.

Darüber hinaus könnten die EU-Maßnahmen vor allem die Textilhersteller in Kalifornien, einem Zentrum der Denim-Produktion, in dem auch Levi's seinen Sitz hat, treffen.

Nach Angaben des US-Handelsministeriums exportierten die USA im vergangenen Jahr 583 Millionen Euro in die EU, verglichen mit 608 Millionen Euro im Jahr 2014.

Übersetzt von Felicia Enderes

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