Linz Textil: Aufsichtsratschef Schneider tritt zurück

Die österreichische Linz Textil verliert Anton Schneider, Vorsitzender des Aufsichtsrates. "Er wird seine Ämter als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrates unter Einhaltungen aller Fristen in den kommenden vier Wochen niederlegen", heisst es in einer Ad-hoc-Mitteilung der Holding. Dr. Günther Grassner wird seine Aufgaben bis zur Neuwahl übernehmen.

Linz Textil
 
Bereits Ende September hatte Aufsichtsratsmitglied Dr. Dionys Lehner mitgeteilt, dass er bei der Hauptversammlung der Linz Textil Holding AG am 12. Oktober 2017 sein Aufsichtsratsmandat zurücklegen wird. Als Nachfolgerin für Dionys Lehner steht Barbara Lehner als Aufsichtsratsmitglied zur Wahl.
 
Zusammen hatten sich Schneider und Lehner für eine "permanente Verbesserung der industriellen Konzeption, der Marktadaption, unter den harten Spielregeln der Veränderung in der wirtschaftlichen Gesamtsituation" eingesetzt. Beide sahen sich allerdings "nicht in der Lage, Schäden, die durch die eigenen Aktionäre verursacht werden, zu reparieren", so eine Mitteilung des Unternehmens im September.
 
Eine Gruppe von "Kleinaktionären" mit rund zehn Prozent Anteilen, die sich aus dem früheren Bank-Austria-Fonds Pioneer Investments, der Sogas Beteiligungsverwaltung und der Schärdinger Weyland Gruppe zusammensetzt, erwartete demnach vom Unternehmen eine höhere Ausschüttung. Dieses Thema und die Kritik von den Kleinaktionären am Kauf einer Villa als Dienstwohnung für den bis Ende 2016 amtierenden Linz Textil Chef Lehner, solle auch die Hauptversammlung im Mai belastet haben, schrieb die österreichische Zeitung "Nachrichten".

Dabei hatte sich das börsennotierte Unternehmen Linz Textil gerade wieder erholt und konnte im ersten Halbjahr 2017, nach den Restrukturierungsmaßnahmen der Jahre 2014/15, in denen sie rote Zahlen geschrieben hatten, wieder Gewinne erzielen. Und auch die Umsatzausfälle durch den Verkauf der China-Tochter im Mai 2016 wurden, laut eigener Angaben, weitgehend in Europa ausgeglichen.

So sank der Gruppen-Umsatz bis Juni 2017 um 5,4 Prozent auf 56,6 Millionen Euro, bereinigt von dem China-Geschäft seien die Erlöse allerdings um rund 4,6 Prozent gestiegen, hieß es Ende August 2017 bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

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