Lou de Bètoly stellt ihre erste Kollektion in Berlin vor

Lou de Bètoly hat ihre komplette erste Kollektion "Hysteria" ihres gleichnamigen Labels in Berlin gelauncht, nachdem sie im Vogue Salon im Kronprinzenpalais, während der Berliner Fashion Week im Sommer, nur eine erste Auswahl an Teilen präsentiert hatte. 

Nach Augustin Teboul: Lou de Bètoly stellt ihre erste Kollektion in Berlin vor - Lou de Bètoly
 
Bekannt wurde die Designerin allerdings mit ihrem früheren Label Augustin Teboul, das Anfang 2017 aufgelöst wurde. Dort war sie zusammen mit Annelie Augustin und noch unter ihrem bürgerlichen Namen Odély Teboul tätig. Sie gehörten zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten in Berlin – Haute Couture aus der Hauptstadt. Mit der Präsentation der Frühling/Sommerkollektion 2017, zeigte das Berliner Designer-Duo allerdings ihre letzte Kollektion – nach insgesamt 12 Saisons war Schluss.
 
Jetzt geht es für Teboul, die ihre Ausbildung 2006 an der Esmod in Paris mit Auszeichnung absolviert hat, als Lou de Bètoly weiter – einem Anagramm ihres eigenen Namens. Die Inspirationsquellen ihrer Arbeit sind in verschiedenen (Gefühls-)Welten wie etwa Chaos, Surrealismus, Nostalgie, Dekadenz und Extravaganz angesiedelt. Mit ihrem charakteristischen Stil versieht sie detailreiche Handwerkskunst und Verzierungstechniken mit einem modernen Kontext. 
 
Und auch in ihrer ersten Kollektion als Lou de Bètoly bleibt sich die in Berlin lebende und arbeitende Französin, die 1985 geboren wurde, treu. Traditionelle Handwerkskunst trifft in den Entwürfen weiterhin auf Detailverliebtheit und verbindet Karostoffe, filigrane Häkeleien und Plissés mit Netzoptiken und viel Blingbling. Dabei vereint sie in ihren Outfits Stilelemente aus Punk, Kitsch, Klassik und Sportswear – doch die Haute Couture-Kreationen, wie es sie einst bei Augustin Teboul gab, gehören anscheinend erst einmal der Vergangenheit an.

In ihren Outfits sind Stilelemente aus Punk, Kitsch, Klassik und Sportswearzu finden. - Lou de Bètoly
Für die Show der ersten Kollektion im The Liberate entstand in Zusammenarbeit mit Art Director Zana Bosniak eine Welt simultaner Realitäten. So drehte sich die Show-Installation um die Fragen: Was wäre wenn die emotionale Intelligenz den Wert von Schönheit bestimmen würde? Was, wenn Kreativität und Fantasie das politisch Korrekte definieren würden? Musikalische Untermalung bekam der Abend durch Pianistin und Sängerin Mathilde Fernandez.
 

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