Lush-Kampagne warnt vor verstecktem Echtpelz

Das britische Label Lush rollt eine breite Schaufensterkampagne in seinen 103 Stores in England aus, um Kunden auf die trügerische Kennzeichnung von Echtpelz als Kunstpelz aufmerksam zu machen.


Photo: Lush

Die in Zusammenarbeit mit der Humane Society International UK gestartete Kampagne unter dem Titel #WhatTheFur? Zeigt mittels Lentikulartechnik das Bild einer Frau, deren Pelzbommelmütze sich in einen Fuchs in einer Pelzfarm verwandelt.
 
Die Initiative gründet in der wachsenden Ablehnung britischer Kunden gegenüber dem Kauf und Verkauf von Echtpelzprodukten. Sie greift außerdem eine Meldung auf, wonach Einzelhändler wie House of Fraser und Missguided Tierpelze in verschiedenen Produkten als Kunstpelz ausgewiesen haben.

"Die britischen Konsumenten werden geschockt sein, wenn sie erfahren, dass sie durch solche Täuschungen zum Kauf von Echtpelz verleitet werden. Die Partnerschaft mit Lush gibt uns die einmalige Möglichkeit, Kunden im ganzen Land zu erreichen. Diesen ist oft nicht bewusst, dass sowohl bekannte Marken als auch unabhängige Einzelhändler dabei ertappt werden können, echte Tierfelle zu täuschend niedrigen Preisen und unter der Bezeichnung "Kunstfell" oder "100 % Acryl" anzubieten", erklärt die Geschäftsführerin der Tierschutzorganisation Humane Society International UK, Claire Bass.

Die Schaufensterkampagne wird in den Geschäften und Online mit kleinen Broschüren im Brieftaschenformat ergänzt. Diese zeigen den Kunden, wie sie Tierfelle erkennen und wie sie den Unterschied zwischen echten und künstlichen Fellen machen können.

Die Humane Society International UK fordert auch die Regierung auf, die Kennzeichnung von Tierfellen zu regulieren, damit die Kunden nicht fälschlicherweise Pelzprodukte kaufen, wenn sie aus ethischen Gründen auf solche verzichten wollen. Weiter ruft die Tierschutzorganisation in einer Online-Petition zu einem Einfuhrverbot von Pelzprodukten auf.

"Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass Kunden von den Marken tierfreundliche Produkte verlangen, wie auch Transparenz und Ehrlichkeit. Die Öffentlichkeit ist fälschlicherweise der Ansicht, dass echte Tierfelle unter öffentlichem Druck bereits vor Jahrzehnten aus den Einkaufsstraßen Englands verschwunden sind. Sie werden es den Unternehmen nicht danken, wenn diese ihnen fälschlicher- oder nachlässigerweise echte Tierprodukte andrehen. Für die gesamte Lieferkette ist es nun an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen, andernfalls werden die Kunden das Vertrauen in die Marken verlieren. Wir freuen uns, die Humane Society International bei dieser wichtigen Kampagne unterstützen zu können. Wir wollen unsere Kunden befähigen und die Regierung daran erinnern, dass die gegenwärtige Pelzpolitik nicht mit der öffentlichen Meinung übereinstimmt", so die Ethikverantwortliche bei Lush, Hilary Jones.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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