Modeunternehmen zahlen über 100.000 Euro für gesponserte Instagram-Posts

Welche Summen werden für gesponserte Instagram-Posts bezahlt? Gemäß einer Untersuchung von Rakuten Marketing sind Luxus-Label bereit, für einen reichweitestarken Post über 100.000 Euro auszugeben.


Bei bezahlten Beiträgen auf Instagram ist viel Geld im Spiel

Luxusmodehäuser wie Versace und Burberry bezahlen bis zu 100.000 Euro, im Schnitt geben britische Unternehmen für einen Beitrag eines berühmten Influencers knapp 70.000 Euro aus. Sogenannte Micro-Influencer mit weniger als 10.000 Follower können für einen Facebook-Post bis zu 3.500 Euro erhalten.

Die Modeindustrie ist somit bereit, mehr Geld auszugeben, als andere Branchen. Für ihre Untersuchung sprachen die Mitarbeiter von Rakuten Marketing mit 200 Marketing-Fachkräften.

Sind Modeunternehmen der Meinung, dass sich diese Werbeausgaben lohnen? Die Antwort scheint hier weniger eindeutig. Die Marketingbudgets, die für Influencer vorgesehen sind, steigen unaufhaltsam an und dürften rund 40 Prozent der Werbeausgaben von Luxusmodehäusern ausmachen. Für 87 Prozent der befragten Marketing-Fachkräfte ist dies eine Steigerung.
 
Nur für 56 Prozent der Befragten im High-End-Bereich haben die Influencer, mit denen sie zusammenarbeiten, Einfluss auf die wichtigen Kenngrößen wie Markenbekanntheit, Site-Traffic und Reichweite. Betrachtet man lediglich Mainstream-Marken, so sinkt dieser Anteil auf nur 25 Prozent.

Interessant ist, dass Unternehmen bereit wären, im Influencer-Marketing mehr Geld zu investieren, wenn sie einen greifbaren ROI erzielen könnten. Rund die Hälfte der Luxus-Modelabels erwartet durch die Investitionen eine deutliche Umsatzsteigerung, und 44 Prozent erhoffen sich durch die Tätigkeiten der Influencer eine Beeinflussung der weitergehenden Einkaufserfahrung der Kunden.

Für James Collins, Marketingchef von Rakuten Marketing, sind: "Influencer bei den Modewochen Berühmtheiten, denen in den Print- und sozialen Medien viel Aufmerksamkeit zukommt. Die Kollektionen, die sie tragen, sind das, was die Kunden jetzt kaufen wollen. Das Modemarketing ist jedoch von diesen Influencern abhängig geworden, ohne ihren Einfluss vollumfänglich messen zu können. Viele verstehen außerdem nicht genau, welchen Beitrag Influencer für die Umsatzentwicklung leisten können".

Für Collins ergibt sich daraus, dass Marketing-Fachkräfte "sehr wohl zu viel ausgeben oder die Beziehungen ihrer Influencer unterschätzen könnten".

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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