Neue Männermode von Armor Lux

Der Konzern Armor Lux ist in erster Linie für seine weiß-blau gestreiften Matrosenshirts und als Verfechter des französischen Know-hows bekannt. Doch die gleichnamige Marke will ihr internationales Potenzial in Zukunft rasch ausbauen. Bruno Lischewski, der seit Kurzem neuer Leiter für Geschäftsentwicklung des Konzerns ist, will den Exportanteil in den nächsten drei Jahren von 5 auf 30 Prozent erhöhen. Der Männermode-Anteil soll von 15 Prozent auf ca. 50 Prozent vergrößert werden.

Auf der Seek und der MAN wird auch die Heritage-Linie präsentiert.

Der Konzern, zu dem die Marken Armor Lux, Terre et Mer, Bermudes und Bérac gehören, präsentiert deshalb ab Montag, 19. Januar auf der Seek und anschließend der MAN Paris die neuen Kollektionen. Für die Männermode ist seit kurzer Zeit Alain Miran verantwortlich, die Damenmode wird von Camille Cegarra (ehemals für Petit Bateau tätig) geleitet. „Die sichtbarsten Änderungen werden beim Mann festzustellen sein. Das ist die erste Aufgabe“, erklärt Lischewski, der zuvor 16 Jahre lang für G-Star gearbeitet hatte.

Ab der Herbstsaison 2015 erweitert Armor Lux die Männerkollektion um ein Sportswear-Angebot. Zudem wird die von Jungho Geortay, dem Designer von Paul & Joe, designte Heritage-Linie eingeführt. Sie inspiriert sich an stürmischem Seewetter. Die Sportswear umfasst hingegen drei Themen: zeitgenössische maritime Kleidung, Soldaten und Studenten. Die modische Sportswear für Männer wird mit diesem Angebot von 80 auf 150 Artikel aufgestockt.


Ab Herbst2015 gönnt sich Armor Lux ein Sportswear-Angebot.

Zu den traditionellen Matrosenshirts gesellen sich nun unter anderem T-Shirts, Hosen, Regenmäntel, usw. Für Bruno Lischewski besteht die Herausforderung darin, in die Kategorie Jeans- und Sportswear einzudringen und mit Marken wie Diesel, Tommy Hilfiger, Replay, Boss orange, Denim & Supply usw. Schritt zu halten. „Die Kunden werden in Zukunft weniger kaufen und deshalb auf höhere Qualität achten. Unser Konzern ist auch ein industrieller Strickwarenkonzern und unsere Produkte sind gerade für ihre Beständigkeit bekannt“, bringt es Lischewski auf den Punkt.

Die neue modische Ausrichtung soll Armor Lux den internationalen Durchbruch ermöglichen. Die Marke arbeitet bereits mit oder für TopShop, Dover Street Market in London und Japan. Und soeben hat Armor Lux eine Vertriebsvereinbarung für Japan mit dem Itochu-Konzern (der auch andere Marken vertreibt wie d’Apc, Repetto und Marimekko) unterzeichnet. In Frankreich arbeitet Armor Lux eigenen Angaben zufolge mit 600 bis 700 Kunden, 200 davon haben auch Männermode im Angebot. Insgesamt erzielt der Konzern einen Umsatz von ca. 95 Millionen Euro, die Hälfte davon mit Berufsbekleidung (SNCF, Geopost usw).
 

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