Paris Fashion Week beginnt bereits am 24. September

​Die Paris Fashion Week beginnt im September bereits einen Tag früher. Laut offiziellem Programm wird Christian Dior die Saison am Montag, dem 24 September, eröffnen.

Das Modepublikum wartet gespannt auf Hedi Slimanes Debüt für Céline. - Photo: Céline

Dior überholt somit das südfranzösische Label Jacquemus, das die Paris Fashion Week in den vergangenen Saisons mit einer Abendshow eröffnete.
 
Spätabends am Eröffnungstag wird Gucci seine Show in der legendären Pariser Diskothek Théâtre Le Palace zeigen. Erst vergangenen Sonntag feierte Hedi Slimane hier seinen 50. Geburtstag. Unter den prominenten Gästen waren Musiker Sacha Got und Marlon Magnée von der Band La Femme, sowie Ulysse Cottin und Armand Penicaut von Papooz, der Slimane einen schwarz-weißen Kuchen überreicht haben soll.
 
Slimanes Show für Céline wird das am stärksten frequentierte Debüt der internationalen Saison sein. Er zeigt Freitagabend um 20.30 Uhr, eine bedeutende Veränderung gegenüber seiner Vorgängerin Phoebe Philo, die ihre Shows immer am helllichten Tag inszenierte.
 
Weitere Premieren folgen mit den Kollektionen von Mugler und Courrèges, die von den neuen Designern Casey Cadwallader und Yolanda Zobel präsentiert werden.

Die Marke Carven, die sich derzeit im Insolvenzverfahren befindet, (vergleichbar mit dem US-amerikanischen Äquivalent Chapter 11), wird nicht zu Gast in Paris sein. Auch Vanessa Seward, die von ihrem Geldgeber APC fallengelassen wurde und derzeit neue Finanzierungsmöglichkeiten sucht, bleibt der Fashion Week fern. Darüber hinaus werden die drei Marken Lanvin, Nina Ricci und Lacoste in dieser Saison aussetzen, da sie derzeit keinen künstlerischen Leiter an ihrer Spitze haben.

Wie zuvor angekündigt, hat der japanische Stardesigner Jun Takahashi von Undercover den Laufsteg der Pariser Women's Wear verlassen, um sich stärker auf Männermode zu konzentrieren. Dieses Mal wird er aber noch eine Frauen-Kollektion im Rahmen einer Präsentation in Paris zeigen.

Afterhomework Fall/Winter 18 - Photo: Afterhomework

Zwei Häuser kehren jedoch zurück in die französische Hauptstadt: Esteban Cortazar und Cédric Charlier werden nach Ausflügen nach New York wieder in Paris zeigen.
 
Paris rühmte sich schon immer damit, Slots im offiziellen Kalender für neue Talente freizuhalten und in diesem Herbst wird es gleich vier neue Hoffnungsträger geben. Darunter auch das französische Label Afterhomework. Es  wurde von zwei französischen Teenagern namens Pierre Kaczmarek und Elena Mottola gegründet, die von der "Fédération de la Haute Couture et de la Mode", dem französischen Modeverband, unterstützt werden. Weitere Newcomer sind der Ukrainer Anton Belinskiy und die Russin Natalia Alaverdian mit ihrem Label A.W.A.K.E, sowie die Schweizer Marke Ottolinger, die von Christa Bösch und Cosima Gadient gegründet wurde und beim diesjährigen LVMH Prize zu den Semifinalisten gehörten.

Insgesamt wird es 82 Shows in Paris geben – somit veranstaltet die französische Hauptstadt nach New York die zweitgrößte Modewoche im internationalen Kalender.
 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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