Rocket Internet lanciert neues Aktienrückkaufprogramm

Die Start-up-Schmiede Rocket Internet will weitere Aktien zurückkaufen. Dazu lanciert das Unternehmen ein öffentliches Übernahmeangebot für 24,00 Euro je Aktie, wie Rocket Internet am Montag in Berlin mitteilte. Die Aktie steigt daraufhin am Morgen um mehr als 2 Prozent. Kurz vor der Ankündigung des Rückkaufprogramms hatte Analyst Andrew Ross von der Barclays-Bank noch auf den hohen Barmittelbestand des MDax-Konzerns verwiesen.

Reuters

Zurückgekauft werden sollen bis zu rund 15,47 Millionen Papiere, was maximal bis zu 9,37 Prozent des Grundkapitals entspricht, wie es weiter hieß. Der Anteilseigner PLDT Online Investments werde das Angebot für mindestens 6,8 Millionen Aktien annehmen, was mindestens 67,38 Prozent seiner Beteiligung an Rocket Internet entspreche, hieß es weiter. PLDT hält insgesamt gut 6 Prozent an dem Start-up-Inkubator.

Die größte Aktionärin, der Fonds Global Founders der Rocket-Gründer Samwer, nehme das Angebot nicht an. Global Founders hält gut 37 Prozent an Rocket Internet. 42 Prozent der Anteilsscheine befinden sich im Streubesitz. Weitere Aktionäre sind United Internet mit 8,3 Prozent und Baillie Gifford mit 6,5 Prozent.

Die Annahmefrist für das neue Angebot soll am 17. April beginnen und am 2. Mai enden. Im Gegenzug wird ein noch bis 30. April laufendes Aktienrückkaufprogramm vorzeitig beendet. Im Rahmen dessen wurden bislang 1,04 Millionen Papiere zurück gekauft, was 0,63 Prozent des Rocket-Grundkapitals entspricht.

Rocket Internet hatte die Verluste im vergangenen Jahr verringert sowie die Beteiligungen Delivery Hero und Hello Fresh an die Börse gebracht. Zum Ende März verfügte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über Barmittel von netto 2,4 Milliarden Euro.

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