Showroomprive.com interessiert sich für Deutschland, Belgien und Holland

Nachdem Showroomprive.com vor einem Jahr in Spanien, in Großbritannien letzten März und in Italien vor drei Wochen durchgestartet ist, überlegt die Eventverkaufsseite nun auch den deutschen Markt zu erobern. Thierry Petit, ihr Gründer, interessiert sich auch für die Niederlande sowie für Belgien.

„Vielerlei Gründe haben uns dazu bewegt auch diese Länder in Betracht zu ziehen“, betont er. „Wir haben auch nun die finanziellen Mittel dazu, dank den Investmentfonds von Accel Partners. Und zudem stellt Deutschland den größten europäischen Markt dar, aber auch Belgien und Holland sind sehr aktive Märkte, was Modemarken anbelangt.“
Showroom Privé
Thierry Petit

Thierry Petit kann sich also auf die Einführung von Showroomprive in diesen Ländern vorbereiten. „Wir rechnen aber damit, dass die endgültige Lancierung nicht vor Weihnachten stattfinden wird, eher 2012“, betont er. „Wir brauchen eine richtige Methode.“ Der Unternehmenschef denkt dabei zum Beispiel an eine Umänderung des Namens in die germanische Sprache. Zudem besteht der Chef auf eine andere Regelung jenseits des Rheins aufgrund der hohen Rücksendungsquote, welche zwischen 25 und 30% liegt im Gegensatz zu nur 4% in Frankreich. „Der europäische Markt hat die Discount-Strategie erfunden, und ist somit sehr kleinlich, was die Preisvorstellungen angeht“, erklärt Thierry Petit.

Die Seite hat im Zuge ihrer ersten Marktimplantationen in andere Länder erfahren, dass lokale Grundlagen und Regelungen sehr wichtig sind. „In Spanien haben wir einen enormen Erfolg mit einem Umsatz von 10 Millionen Euro im ersten Jahr und 800 000 Mitgliedern“ betont er. „Wir können für das zweite Jahr bereits mit 25 Millionen Euro Umsatz rechnen. Der spanische Markt ist mit dem französischen Markt vergleichbar. Auch die Italiener sind sehr kaufbegierig, da sie Fans von großen Marken sind und auch bei diesem Markt lassen sich Parallelen ziehen zu Frankreich. Was Großbritannien anbelangt, müssen wir unsere Ziele runterschrauben. Die britischen Konsumenten sind Preisnachlasse gewöhnt und verlangen Lieferungen so schnell wie möglich, sogar für reduzierte Artikel. Dabei ist unsere Strategie eher billiger, aber dafür länger.“

Thierry Petit bereut dennoch nichts. „Es ist eine gute Möglichkeit zu testen. Und das erlaubt uns in einem zweiten Schritt auch Nordeuropa zu erreichen“, erläutert er. „Dadurch, dass wir in vielen Ländern präsent sind, können wir auch mit anderen Marken Kontakte knüpfen und somit wichtige Verkaufsvolumen erreichen. Thierry Petit ist auf jeden Fall stolz auf den Fortschritt der Seite. „Wir glauben dieses Jahr einen Umsatz von 180 Millionen Euro realisieren zu können, gegen 130 Millionen im Geschäftsjahr 2010. Showroomprive.com ist hinter vente-privee.com Nummer 2 in Frankreich unter den Online-Shopping-Clubs.

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