Signa erwägt Börsengang seiner Sport-Sparte

Der Immobilieninvestor Rene Benko erwägt nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, seine Sporthandelssparte Signa Sports an die Börse zu bringen. Eine Erstplatzierung sei schon im zweiten Halbjahr 2018 möglich, zitiert Bloomberg mit dem Vorgang vertraute Personen. Signa Sports Group könnte mit bis zu 1,2 Milliarden Euro bewertet werden. Signa wähle derzeit Berater für einen möglichen Börsengang aus. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, heißt es. "Gerüchte kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher der Signa Holding am Dienstag der dpa.

Zur Sports Group gehören Karstadt Sports sowie die Online-Händler Outfitter, Internetstores, Tennis-Point und Probikeshop. - Archiv

Die Sports Group ist Teil von Benkos Handelssparte Signa Retail. Zu ihr gehören Karstadt Sports und die Online-Händler Outfitter, Internetstores, Tennis-Point und Probikeshop. 2017 setzte Signa Sports laut Unternehmenswebsite 650 Millionen Euro um und verfügte in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 45 stationäre Standorte sowie 52 Webshops in 18 Ländern. Signa Sports gehört damit zu den fünf größten Sportartikelhändlern in Europa.

Die Karstadt-Sporthäuser waren bereits 2011 vom früheren Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen von den Warenhäusern rechtlich getrennt und später an Benko verkauft worden.

Benko verfolgt zurzeit ehrgeizige Expansionspläne. So lässt der Unternehmer, dem bereits zahlreiche Top-Immobilien in Deutschland gehören, gerade für 700 Millionen Euro den Elbtower in Hamburg bauen. Seine Pläne für eine Übernahme des Rivalen Kaufhof musste er allerdings vor kurzem erst einmal begraben, nachdem dessen kanadischer Eigentümer HBC sein milliardenschweres Übernahmeangebot abgelehnt hatte.

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