Streetwear und Beauty-Produkte bei Generation Z hoch im Kurs

Die Investmentbank Piper Jaffray veröffentlichte die Ergebnisse der halbjährlich herausgegebenen "Taking Stock With Teens"-Umfrage. Diese zeigt einerseits einen starken Zuwachs in der Beauty-Branche und andererseits erfreuliche Zahlen für die Streetwear und die Mode der 90er Jahre.


Vans avancierte zu einer der beliebtesten Schuhmarken der Generation Z - Instagram: @vans
 
Für die Umfrage wurden 6000 Jugendliche in 40 US-Staaten über ihr Ausgabeverhalten und ihre Markenpräferenzen befragt. Die durchschnittlich 16,4 Jahre alten Teilnehmer (Generation Z) gaben an, seit Herbst 2017 insgesamt 6 Prozent mehr ausgegeben zu haben als in der Vorjahresperiode. Im Jahresverlauf betrug der Anstieg 2 Prozent.

Lebensmittel bildeten den größten Ausgabenposten für die Jugendlichen, insgesamt entfielen 24 Prozent der Gesamtausgaben auf diese Kategorie. Die Umfrage zeigt jedoch noch weitere interessante Trends in der Mode- und Beautybranche auf.

Während für junge Männer der Generation Z Ausgaben für Videospiele mit 13 Prozent einen neuen Höchstwert erreichten und somit mit dem für Mode aufgewendeten Budget fast gleichauf lagen, ergab sich bei den jungen Frauen ein stärkerer Fokus auf Beautyprodukte.

Die Beauty-Ausgaben der Teenager-Mädchen stiegen im Vergleich zum Vorjahreswert um 18 Prozent auf USD 368 (EUR 300) pro Jahr an. Der größte Anteil dieses Betrags wurde für Hautpflegeprodukte ausgegeben. In dieser Kategorie nannten die Befragten Neutrogena als beliebteste Hautpflegemarke (24 Prozent), der meistbesuchte Beautyprodukte-Laden war hingegen Sephora mit 44 Prozent.

Die Umfrage liefert auch Angaben zu spezifischen Mode- und Schuhmarken, wobei das stärkste Wachstum in diesem Bereich bei Streetwear-Marken und Anbietern von Mode aus den 90er Jahren liegt. Vans stieg zum zweitbeliebtesten Schuhlabel auf (16 Prozent), Supreme verbesserte sich deutlich auf den siebten Platz im Kleidungs-Ranking, direkt hinter Forever 21 und Urban Outfitters.

Nike büßte zwar einige Prozentpunkte ein, konnte den Platz als Ranglistenerster aber verteidigen, sowohl im Bereich Mode (23 Prozent), als auch in der Sparte Schuhe (42 Prozent). Ralph Lauren hingegen befand sich erstmals seit 2002 nicht unter den zehn beliebtesten Menswear-Marken.

"Es gibt klare Anzeichen auf einen Markenzyklus, der von 90er-Mode-Labels und Streetwear-Marken wie Adidas, Vans, Supreme und Tommy Hilfiger getragen wird. Diese vier Marken verzeichneten die deutlichsten Zuwächse", erklärt Erinn Murphy, Senior Research Analyst bei Piper Jaffrey.

Weiter wurden die bevorzugten Einzelhandels- und Marketingkanäle der Generation Z untersucht. Ungeachtet der Behauptungen einiger Analysten, wonach Konsumenten der Generation Z bevorzugt auf die Einkaufserfahrung im herkömmlichen Einzelhandelsumfeld setzen, verloren Einkaufszentren und ähnliche Anbieter gegenüber von Online-Plattformen weiter an Marktanteilen.

Die beliebteste Onlinehandels-Plattform ist Amazon (44 Prozent), Nike bliebt mit einem Anteil von nur 6 Prozent weit dahinter zurück. eBay verlor weiter an Boden, von 3 Prozent im Herbst 2017 auf den rekordtiefen Wert von 1,8 Prozent.

Zu den beliebtesten Sozialen Medien zählen Snapchat (45 Prozent) und Instagram (26 Prozent), noch vor Twitter (9 Prozent) und Facebook (8 Prozent). Damit setzen die Jugendlichen ein klares Zeichen für Marken, die Verbraucher der Generation Z über Digital Influencers erreichen wollen.

Piper Jaffray beziffert den Beitrag der Generation Z im US-Einzelhandel jährlich auf rund USD 830 Milliarden (EUR 670 Mrd.), gestützt auf eine Schätzung von Fung Global Retail & Technology. Der Einblick in das Konsumverhalten dieser Bevölkerungskategorie ist somit für Unternehmen, die neue Strategie entwickeln oder bestehende anpassen wollen, um an diesem wachsenden Markt Anteil nehmen zu können, besonders wertvoll.

Die Umfrage "Taking Stock With Teens" kann in ungekürzter Länge auf der Website von Piper Jaffray eingesehen werden.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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