Tod’s erwirbt Roger Vivier

Tod’s kauft die Luxus-Schuhmarke Roger Vivier, deren Produkte der Konzern seit 2011 erfolgreich in Lizenz herstellt. Der Lizenzvertrag läuft Ende 2016 aus. Die Übernahme kostet den italienischen Schuhhersteller 415 Millionen Euro, wie Tod’s in einer Pressemitteilung berichtet.

Die berühmten Ballerinas von Roger Vivier – rogervivier.com - rogervivier.com

Roger Vivier war bereits zuvor im Besitz der Familie Della Valle, die auch Tod’s kontrolliert. Sie war Teil der Gousson Consultadoria e Marketing S.r.l. an, eine private Gesellschaft, die indirekt Andrea und Diego Della Valle gehört. Diego Della Valle ist auch CEO von Tod’s.

Gousson verpflichtete sich, die Hälfte des Erlöses, sprich 207,5 Millionen Euro über eine Erhöhung des bedingten Kapitals wieder in Tod’s zu investieren.

Im Rahmen der Übernahme versicherte sich Tod’s eigenen Angaben zufolge „der Möglichkeit, für 20 Millionen Euro zugleich das von Gousson kontrollierte französische Unternehmen zu kaufen, das den Flagship Store von Roger Vivier an der Pariser Rue du Faubourg Saint Honoré führt“.

Die Tod's Group zahlte 12 Prozent Lizenzgebühren auf den Wholesale-Absatz der französischen Marke. Mit einem Wachstum von über 20 Prozent (+8,9 Prozent auf Basis Lokalwährungen) und einem Umsatz in Höhe von 112,1 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist Roger Vivier die rentabelste Marke von Tod‘s.

Diego Della Valle wollte die Entwicklung der französischen Marke in einem ersten Schritt über eine Lizenzvereinbarung beobachten. Angesichts der sehr erfreulichen Ergebnisse des Labels Roger Vivier, das laut Konzern „einen hohen strategischen Wert“ hat, wurde der Übernahmeprozess eingeläutet. Der Mutterkonzern hat nun freie Hand bei der Umsetzung einer langfristigen Strategie für Roger Vivier.
 

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