Tschechisches Museum begibt sich auf die Spuren der Seidenstraße

China will heute die legendäre Seidenstraße wiederbeleben und den Handel zwischen Europa und Asien ausbauen. Doch welche Bedeutung hatte die historische Seidenstraße, jene Landroute, die seit dem Beginn der Zeitrechnung bis zu ihrem Niedergang im 15. Jahrhundert bestand? Dem geht nun eine neue Ausstellung in der tschechischen Universitätsstadt Olomouc (Olmütz) nach, die am 10. November eröffnet wurde. Die Kuratoren haben überwiegend aus privaten Sammlungen rund 200 Exponate zusammengetragen, darunter Münzen, Waffen, Schmucksteine und Keramik.


Die Handelsroute sei zwar eng mit der Erfindung der Seide verbunden, teilte Kurator Lukas Hlubek vom Heimatkundemuseum der Stadt am Donnerstag mit. Doch schon lange zuvor seien Gewürze und Edelsteine zwischen Römerreich und China gehandelt worden. Entlang der Route hätten sich später religiöse Überzeugungen wie Buddhismus und Islam sowie technische Innovationen wie die Papierherstellung oder das Schießpulver ausbreiten können. Über einen Zweig der Seidenstraße seien auch die Invasionen der Hunnen, Awaren und Maghyaren bis nach Mitteleuropa erfolgt.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Februar 2018 geöffnet. Olomouc liegt rund 200 Kilometer östlich von Prag und wird von vielen Reiseführern als touristischer Geheimtipp gehandelt.

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