Under Armour im Wandel: Patrik Frisk wird President und COO

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour hat Patrik Frisk zum President und Chief Operating Officer ernannt. Er startet bereits am 10. Juli. Außerdem soll es weitere Veränderungen im Management geben, um die Unternehmensstruktur zu optimieren.



Patrick Frisk wird President und COO bei Under Armour.Archiv - Archiv
 
Als President und COO wird Frisk für die Go-to-Market-Strategie des Unternehmens und die Umsetzung seines langfristigen Wachstumsplans verantwortlich sein, zu dem auch das digitale Geschäft und das globale Branding gehören. Er folgt damit auf CFO und COO Brad Dickerson, der bereits im Frühjahr 2016 zum Lebensmittelhändler Blue Apron wechselte, während seine Aufgaben auf die Mitglieder des Managementteams verteilt wurden.
 
Er wird an den Vorsitzenden und CEO Kevin Plank berichten, fünf Führungskräfte wiederum berichten an Frisk, darunter Charlie Maurath (Chief Revenue Officer), Kevin Eskridge (Chief Product Officer), Andy Donkin (Chief Marketing Officer), Colin Browne (Chief Supply Chain Officer) und Kevin Haley (President of Strategy).
 
Vor Under Armour war Frisk CEO des kanadischen Lederwarenhändlers Aldo Group. Davor hatte er verschiedene Führungspositionen beim US-amerikanischen Bekleidungskonzern VF Corporation.
 
Zusätzlich zu Frisk, ernennt Under Armour Paul Fipps zum Chief Technology Officer, sowie Colin Browne zum Chief Supply Chain Officer. Under Armour will mit der Strukturoptimierung sein digitales Geschäft stärken, um eine größere operative Effizienz im gesamten Unternehmen zu erlangen
 
Fipps trat Under Armour 2014 als SVP of Global Operations bei, seine letzten Positionen waren Chief Information Officer und Executive Vice President of Global Operations. Colin Browne kam 2016 als President of Global Sourcing zu Under Armour und war wie Frisk zuvor ebenfalls bei VF.
 
“Die Verpflichtung neuer Führungskräfte und die Verschlankung unserer Unternehmensstruktur sind erste Schritte in eine klare, kundenorientierte Go-to-Market-Strategie. Unsere erklärten Ziele sind eine Beschleunigung unserer Innovations Agenda, ein verbessertes Sortiment und die Schaffung eines exzellenten Handelscenters. Wir wollen von einer großartigen Marke mit einer guten Organisation – zu einer großartigen Marke mit einer großartigen Organisation werden“, sagt Kevin Plank, CEO.

Das rasante Wachstum der Sportmarke hat sich in den vergangenen Monaten verlangsamt. Das in Baltimore ansässige Unternehmen verzeichnet jedoch nach wie vor Zuwächse, zuletzt ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 1,12 Milliarden US-Dolllar, aber dies ist dennoch der geringste Anstieg in fast acht Jahren. Under Armour verkündete außerdem einen Nettoverlust von 2,3 Millionen US-Dollar – das entspricht einem Cent pro Aktie.
 
Zwei gute Neuigkeiten gab es jedoch für das letzte Quartal, das am 31. März 2017 endete: Das Asien-Pazifik Geschäft wuchs 13 Prozent  im Betriebseinkommen und ebenfalls 13 Prozent Zuwachs konnte das Direct-to-Consumer Geschäft verzeichnen.

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